Aktien Frankfurt: Wieder anziehende Ölpreise erschweren Dax-Stabilisierung


Aktien Frankfurt: Wieder anziehende Ölpreise erschweren Dax-Stabilisierung
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der DAX hat sich nach drei Verlusttagen am Donnerstag mit einer Stabilisierung schwergetan. Als Kursbremse erwiesen sich die Ölpreise, die zunächst eine Pause eingelegt hatten, im Handelsverlauf aber wieder anzogen.

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Dementsprechend notierte der deutsche Leitindex am frühen Nachmittag 0,03 Prozent tiefer bei 25.831 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,40 Prozent auf 32.088 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,25 Prozent.

Am Freitag hatte der Dax mit 26.618 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht. Seither sorgten steigende Ölpreise und hohe Anleiherenditen für eine deutliche Korrektur. An seinem Vortagstief hatte der Dax aber immerhin noch vor der 50-Tage-Linie abgedreht. Sie gilt als technischer Gradmesser für den mittelfristigen Trend, der weiter intakt ist.

Marktbeobachter hatten schon am Morgen vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Während Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners eine nur eine kurzzeitige Beruhigung der Märkte konstatierte, sprach Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, von einer "trügerischen Ruhe im Nahen Osten". Das von ihm so genannte "Schreckensszenario der Investoren" von Ölpreisen über der 100-Dollar-Marke, welches zunächst gebannt schien, könnte schnell Realität werden: Aktuell notiert der Ölpreis für die Nordseesorte Brent schon über 97 Dollar.

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Im Dax zählte die Deutsche Telekom mit einem Kursplus von 1,3 Prozent zu den größten Gewinnern. Der aktivistische Investor Elliott habe einen beträchtlichen Anteil aufgebaut und angedeutet, dass die Bonner ihre Pläne für eine Fusion mit der US-Mobilfunktochter T-Mobile US fallen lassen sollten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Vorabend unter Berufung auf Kreise.

Stattdessen sollten andere Maßnahmen ergriffen werden, um den Wert des Unternehmens für die Aktionäre zu steigern - etwa über eine deutliche Ausweitung der Aktienrückkäufe. Alle Beteiligten hätten die Angelegenheit nicht kommentieren wollen. Für die Titel von T-Mobile US war es in New York am Mittwoch um 2,8 Prozent bergauf gegangen.

Die Aktien der Softwareunternehmen SAP (SAP SE) und TeamViewer waren mit Kursgewinnen von 1,9 und 3,8 Prozent ebenfalls gefragt. Sie profitierten von einem euphorisch aufgenommenen Umsatzausblick des US-Cloud-Softwareanbieters Snowflake.

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Ansonsten sorgten Analystenaussagen für Kursbewegungen. Die Aktien von AUTO1 erholten sich mit plus 3,5 Prozent vom jüngsten Tief seit Mai. Die US-Banken JPMorgan und Goldman Sachs bestätigten ihre positiven Anlageempfehlungen für den Online-Gebrauchtwagenhändler.

Eine gestrichene Verkaufsempfehlung des Analysehauses Kepler Cheuvreux verhalf dem Schmierstoffhersteller Fuchs (FUCHS SE VZ) zu einem Kursanstieg von 2,1 Prozent. Zeitweise erreichten die Titel ein Hoch seit Ende Oktober. Analyst Martin Roediger verwies auf seine übertroffenen Erwartungen im zweiten Quartal sowie die angehobene operative Gewinnprognose.

Bei flatexDEGIRO sorgte eine Hochstufung für ebenso deutliche Kursgewinne. Die US-Bank Morgan Stanley spricht nun eine positive Empfehlung für die Aktien des Online-Brokers aus./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Bildquellen: Sebastian Kaulitzki / Shutterstock.com

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