Aktien Frankfurt: Zinsangst und Nahost-Spannungen verunsichern Anleger


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Verstärkte US-Zinsängste und der sich wieder zuspitzende Krieg zwischen Israel und dem Iran haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenauftakt verhagelt. Der DAX fiel zuletzt um 0,6 Prozent auf 24.620 Punkte und rutschte damit unter die 21-Tage-Linie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

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Der MDAX mit den mittelgroßen Börsenunternehmen verlor am Montagmittag 0,9 Prozent auf 32.165 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,4 Prozent nach unten.

Die US-Börsen hatten am Freitag - angeführt von einem massiven Abverkauf bei den Technologiewerten - stark nachgegeben. Auslöser dafür waren unerwartet gute US-Arbeitsmarktdaten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar von ActivTrades.

Zudem belastete die erneute Eskalation im Krieg zwischen dem Iran und Israel. Beide Länder vermeldeten gegenseitigen Raketenbeschuss - obwohl US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu Medienberichten zufolge zur Mäßigung aufgefordert hatte. Dies gefährdet auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA. Die Ölpreise legten deshalb zum Wochenstart deutlich zu.

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Die wieder verschärfte Lage in Nahost sorgte bei Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor für überdurchschnittliche Verluste. Die Papiere von Airbus (Airbus SE), MTU (MTU Aero Engines), TUI und Lufthansa verzeichneten Abschläge zwischen 1,1 und 1,9 Prozent.

Die zinssensiblen Immobilienwerte wurden aufgrund der zunehmenden Zinsangst am meisten gemieden. So verbuchten die Aktien von Vonovia (Vonovia SE), TAG (TAG Immobilien), Aroundtown (Aroundtown SA) und LEG (LEG Immobilien) Kursabschläge zwischen 2,3 und 4,8 Prozent.

Nach dem jüngsten Ausverkauf unternahmen die Papiere aus dem Halbleitersektor einen Stabilisierungsversuch. Infineon stiegen als Dax-Spitzenreiter um 1,3 Prozent, nachdem sie zuletzt unter Gewinnmitnahmen gelitten hatten und um bis zu 16 Prozent von ihrem zuletzt erreichten Hoch seit dem Jahr 2000 abgesackt waren. Die Titel der Chipausrüster Aixtron (AIXTRON SE) und PVA TePla gewannen 0,5 beziehungsweise 2,2 Prozent.

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Die Chemiewerte litten unter einer Analystenstudie. LANXESS verbuchten Abgaben von 5,7 Prozent, BASF von 1,8 Prozent. Analystin Georgina Fraser von der US-Investmentbank Goldman Sachs hatte einige Branchenaktien abgestuft, da sie einen neuerlichen Abschwung für Europas Chemiebranche befürchtet.

Die Aktien von CTS Eventim büßten 3,2 Prozent ein. Die Investmentbank Exane BNP hatte die Titel des Ticketvermarkters und Veranstalters auf "Underperform" abgestuft.

Spitzenreiter im MDax waren die Aktien der Porsche AG (Porsche vz) mit einem Kursplus von 3,0 Prozent, nachdem die UBS sie von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft hatte. Der Turnaround des Sportwagenbauers zu alter Stärke dürfte zwar noch Jahre dauern, jetzt sei allerdings der richtige Zeitpunkt zum Einstieg gekommen, schrieb Analyst Patrick Hummel./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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