Aktien New York Ausblick: Neuer Stabilisierungsanlauf - Putin-Aussagen stützen
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NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Börsen werden an diesem Freitag zum Auftakt Gewinne erwartet. Damit setzt die Wall Street nach den Verlusten des Vortages erneut zur Erholung an. Auch am letzten Tag der Handelswoche dominiert der Ukraine-Krieg das Geschehen.
Rund eine Dreiviertelstunde vor dem offiziellen Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) mit einem Plus von knapp 0,9 Prozent auf 33 456 Punkte. In den bisherigen vier Handelstagen hatte der US-Leitindex noch mehr als ein Prozent eingebüßt. Klar negativ ist die Wochenbilanz bisher beim technologielastigen Index NASDAQ 100, dieser wird nun zum Handelsbeginn 1,3 Prozent höher bei 13 763 Zählern erwartet.
Die Börsianer schöpfen derzeit aus jedem noch so kleinsten Signal in der Ukraine-Krise Mut. Etwas Auftrieb an den internationalen Handelsplätzen gaben zuletzt Äußerungen des russischen Präsidenten. Wladimir Putin hat sich nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax leicht zuversichtlich mit Blick auf die Gespräche mit der Ukraine geäußert.
Unterdessen gehen die Kampfhandlungen in dem Land jedoch weiter und im Wirtschaftskonflikt mit dem Westen droht Russland verstärkt internationalen Unternehmen, die sich aus Protest gegen den Krieg zurückziehen. Die USA wollen wiederum laut Medienberichten gemeinsam mit anderen G7-Ländern und der EU den Weg für höhere Zölle auf russische Waren freimachen.
Aus Sicht von Experten bleibt die Lage an den Aktienmärkten dadurch weiter fragil. "Insbesondere die geopolitische Nachrichtenlage macht es derzeit schwer, mittelfristige Kursprognosen treffen zu können", umschreibt es Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Und fast börsentäglich kämen neue Unwägbarkeiten dazu. Inzwischen hätten die USA auch "das Heft gegen China wieder aufgenommen" und einigen chinesischen Unternehmen Delistings von den US-Börsen angedroht.
Zu den chinesischen Unternehmen, die an der Wall Street gelistet sind, gehört der Fahrdienstvermittler Didi (DiDi Global A). Dessen Aktien gaben im vorbörslichen Handel um mehr als 13 Prozent nach, da der Uber-Konkurrent einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge die Pläne für einen Börsengang in Hongkong wegen Schwierigkeiten mit den chinesischen Behörden auf Eis gelegt hat.
Der Softwarekonzern und SAP (SAP SE)-Rivale Oracle enttäuschte derweil mit einem Gewinnrückgang im vergangenen Quartal - die Aktien konnten ihre Verluste immerhin vor dem offiziellen Handelsstart deutlich eindämmen.
Eine als schwach eingestufte Produktionsprognose des E-Autobauers Rivian (Rivian Automotive), dem Lieferkettenprobleme das Leben schwermachen, sorgte für vorbörsliche Kursabschläge von mehr als acht Prozent. Apple-Papiere könnten hingegen von einer positiven Studie profitieren. Barclays-Analyst Tim Long erhöhte seine iPhone-Schätzungen./tav/jha/
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