Aktien New York Ausblick: Verluste - US-Arbeitsmarktbericht schürt Zinsangst


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NEW YORK (dpa-AFX) - Ein überraschend starker amerikanischer Arbeitsmarktbericht dürfte die US-Börsen am Freitag ins Minus drücken. Eine halbe Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) 0,6 Prozent tiefer bei 32 519 Punkten und den NASDAQ 100 1,3 Prozent im Minus auf 13 134 Zähler. Am Vortag hatte der Leitindex letztlich einen moderaten Verlust verbucht, während der technologielastige Auswahlindex etwas zugelegt hatte.

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Die US-Wirtschaft hat im Juli deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten nach oben revidiert. In der Corona-Krise war der Arbeitsmarkt zeitweise dramatisch eingebrochen. Mittlerweile hat er sich deutlich erholt und die Unternehmen klagen über Arbeitskräftemangel. Auch die Löhne legten wieder etwas stärker zu als erwartet, während die Arbeitslosenquote auf ihr Niveau von vor der Corona-Pandemie zurückging.

Dies alles schürte am Markt die Ängste vor einer weiter galoppierenden Inflation, welche die US-Notenbank Fed zu einer Verschärfung ihres geldpolitischen Straffungskurses veranlassen könnte - mit den damit verbundenen Risiken für die Konjunkturentwicklung.

Derweil sieht die Agenda von Unternehmensseite nach der jüngsten Zahlenflut etwas überschaubarer aus. Der Saug- und Waschroboter-Hersteller iRobot könnte von der Übernahme durch Amazon profitieren. Der weltgrößte Onlinehändler schluckt das Unternehmen für insgesamt rund 1,7 Milliarden US-Dollar in bar inklusive Schulden, was iRobot mit 61 Dollar je Aktie bewertet - damit liegt der Preis 22 Prozent über dem Schlusskurs vom Donnerstag. Vorbörslich sprangen die iRobot-Titel um fast 20 Prozent auf 59,90 Dollar hoch. Die Amazon-Papiere gaben moderat nach.

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Die Anteilseigner von Lyft konnten sich über ein Kursplus von knapp 5 Prozent freuen, nachdem der Fahrdienstvermittler im zweiten Quartal mit einem rekordhohen bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) die Erwartungen übertroffen hatte. Beim Essenslieferdienst DoorDash sorgte ein starker Zwischenbericht und ein guter Ausblick für einen Kursanstieg um 2,7 Prozent.

Dagegen sanken Amgen-Titel um nahezu zwei Prozent, obwohl der Biotechkonzern dank starker Medikamentenverkäufe im zweiten Quartal mehr verdient und umgesetzt hatte als von Experten erwartet.

Die Papiere von Tesla verloren 1,7 Prozent. Dass die Aktionäre des Elektroautobauers dem zweiten Aktiensplit des US-Elektroautobauers innerhalb von rund zwei Jahren zustimmten, half zunächst nicht. Wann der im Verhältnis 1:3 geplante Split erfolgen soll, blieb zunächst offen. Aktiensplits ändern eigentlich nichts am Börsenwert eines Unternehmens, doch der Preis pro Anteilsschein sinkt dadurch. Die Papiere können so besonders für Kleinanleger attraktiver werden, auch wenn viele Broker inzwischen ohnehin schon anbieten, Aktien anteilig zu kaufen./gl/men

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