Aktien Schweiz fest - Schwacher US-Arbeitsmarkt sorgt für Zinsfantasie
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DOW JONES--Mit einem kräftigen Plus hat der schweizerische Aktienmarkt am Donnerstag den Handel beendet. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht sorgte für Zinsfantasie, denn dieser spricht eher gegen eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Es entstanden im Juni in der Privatwirtschaft und beim Staat 57.000 zusätzliche Stellen. Dagegen hatten von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte einen doppelt so hohen Zuwachs von 115.000 prognostiziert. Zudem wurden auch die Vormonatszahlen spürbar nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote im Juni sank leicht, was jedoch an einer geringeren Erwerbsbeteiligung lag. Die Löhne entwickelten sich wie erwartet. An der Börse wird nun erwartet, dass die Fed nicht im Oktober, sondern erst im Dezember die Leitzinsen anhebt.
Der SMI erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 14.353 Punkte, nachdem er im Verlauf bei 14.407 Punkten ein neues Allzeithoch markiert hatte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursverlierer und 9 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 21,81 (zuvor: 26,09) Millionen Aktien.
Die erhoffte Stabilisierung der Jobgewinne auf einem höheren Niveau sei ausgeblieben, der Druck für eine Zinserhöhung auf der Fed-Sitzung Ende Juli lasse weiter nach, so Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner. "Wir gehen für dieses Jahr weiter von unveränderten US-Leitzinsen aus", hält der Ökonom fest. Weidensteiner weist darauf hin, dass die Fußball-Weltmeisterschaft, deren Beginn mit der Erfassungswoche für die Arbeitsmarktdaten zusammen gefallen sei, wider Erwarten nicht für mehr Stellen gesorgt habe.
Die Ölpreise bauten ihre Vortagesabgaben aus, für Brent ging es um weitere 1,2 Prozent auf 70,72 Dollar nach unten. "Die Ölpreise dürften weiterhin unter Abwärtsdruck stehen, da sich das Angebot weiter normalisiert und geopolitische Risikoprämien abgebaut werden, auch wenn Rückschläge bei den Verhandlungen oder erneute Sicherheitsvorfälle weiterhin zu Phasen erhöhter Volatilität führen könnten", sagte Soojin Kim von MUFG.
Bei den Einzelwerten zeigten sich Holcim (+2,9%) und Kühne + Nagel (+2,6%) fester. Gesucht waren auch die defensiven Index-Schwergewichte. So stiegen Novartis um 2,4 Prozent und Nestle schlossen mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent. Der Tagesgewinner im SMI waren Roche mit einem Aufschlag von 3,9 Prozent. Der Lungenkrebs-Kandidat Divarasib des Pharma-Konzerns hat in einer zulassungsrelevanten Studie besser abgeschnitten als bereits zugelassene Vergleichspräparate.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/sha
(END) Dow Jones Newswires
July 02, 2026 11:56 ET (15:56 GMT)
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