Aktien Wien Schluss: ATX gut behauptet, Zinsängste im Fokus


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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Freitag gut behauptet geschlossen. Der ATX gab einen Großteil seiner Verlaufsgewinne im Späthandel wieder ab und beendete den Tag mit einem kleinen Plus von 0,25 Prozent und 2.749,82 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime legte 0,27 Prozent auf 1.387,14 Zähler zu. Auch andere Börsen grenzten ihre Gewinne vom Nachmittag bis Handelsschluss wieder ein.

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Nachdem die Märkte bereits am Vortag höher als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten nach einem kurzen Schreckmoment letztlich getrotzt hatten, ging es zum Wochenschluss noch etwas weiter nach oben. Die Ängste vor hoher Inflation, gegensteuernden Zinsschritten und deren mögliche Bremswirkung auf die Konjunktur dürften aber weiter die bestimmenden Börsenthemen bleiben, erwarten Analysten.

Die Analysten der Helaba erwarten, dass sich die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed im Kampf gegen die Inflation erst im kommenden Jahr bremsend in der Konjunktur niederschlagen werden. Die Helaba-Experten erwarten aber nur eine milde US-Rezession im ersten Halbjahr 2023.

Aufmerksam verfolgt werden vor diesem Hintergrund auch alle aktuellen US-Wirtschaftsdaten. Die am Freitagnachmittag gemeldeten US-Daten wirkten sich vorerst nicht merklich aus. Der US-Einzelhandel ist im September auf der Stelle getreten. Die Umsätze der Branche stagnierten gegenüber dem Vormonat, wie das US-Handelsministerium mitteilte.

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Gut gesucht waren an Europas Börsen zum Wochenschluss Immobilienwerte. Marktbeobachter sprachen von einer Erholung nach ihren jüngsten Verlusten. Auch in Wien fanden sich mit der IMMOFINANZ (plus 3,0 Prozent) und der CA Immo (CA Immobilien) (plus 2,8 Prozent) zwei Immobilientitel unter den größeren Gewinnern.

Stärkere Nachfrage verbuchten auch die Versorger EVN (plus 1,8 Prozent) und Verbund (plus 0,9 Prozent). Keine klare Richtung gab es hingegen bei den Banken: BAWAG stiegen bei höheren Umsätzen um 1,0 Prozent, Raiffeisen (plus 0,1 Prozent) und Erste Group (Erste Group Bank) (minus 0,3 Prozent) zeigten sich hingegen kaum verändert. Deutlich nach unten ging es am Freitag mit Andritz (minus 1,8 Prozent) und Semperit (minus 2,9 Prozent)./mik/kat/APA/zb

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