Aktien Wien Schluss: Baldige US-Leitzinserhöhungen belasten


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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag schwächer beendet. Am Nachmittag weitete der ATX die Kursverluste aus. Er ging um 0,36 Prozent tiefer auf 3964,27 Punkten aus dem Handel. Der ATX Prime verlor 0,38 Prozent auf 1985,97 Einheiten. Das europäische Börsenumfeld hatte sich von Handelsstart an schwächer gezeigt. Die internationale Stimmung wurde von negativen Vorgaben aus den USA belastet. Dort hatten am Vortag vor allem Technologieaktien angesichts wohl bald steigender Zinsen Einbußen erlitten. Mehrere Mitglieder der US-Notenbank Fed hatten sich für eine zeitnahe Anhebung der Leitzinsen ausgesprochen. Damit wird eine schnellere geldpolitische Straffung immer wahrscheinlicher.

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Die im Tagesverlauf veröffentlichten US-Konjunkturdaten enttäuschten überwiegend. Im US-Einzelhandel sind die Umsätze im Dezember deutlich stärker als erwartet gefallen. Die Industrieproduktion ist im Dezember ebenfalls überraschend geschrumpft.

Zudem wurde bekannt, dass das Konsumklima in den USA im Januar auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren gefallen ist. Die Beurteilung der aktuellen Lage und die künftigen Erwartungen der befragten Konsumenten verschlechterten sich. Der Preisauftrieb von in die USA importierten Gütern hat sich im Dezember stärker als erwartet abgeschwächt. Die Importpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet.

Zahlen aus der Eurozone lieferten keine nachhaltigen Kursimpulse. In Wien blieb die Meldungslage mager, einige Analystenstimmen sorgten aber für etwas Bewegung bei Einzelwerten. So hat die Erste Group (Erste Group Bank) das Kursziel für die Aktien des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann von 39,00 auf 42,50 Euro angehoben und die Einschätzung "Accumulate" bestätigt. Die Titel schlossen um 2,92 Prozent fester auf 37,00 Euro.

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Außerdem hat die Deutsche Bank das Kursziel für die Aktien der Strabag von 35,00 auf 45,00 Euro angehoben, die Papiere werden weiterhin mit "Buy" empfohlen. Die Titel des Baukonzerns reagierten mit Zugewinnen von 1,46 Prozent auf 38,35 Euro. Auch die Kaufempfehlung der Deutsche Bank für Wienerberger bleibt aufrecht, das Kursziel wurde von 40,00 auf 42,00 Euro erhöht. Die Papiere verbilligten sich um 1,03 Prozent auf 32,74 Euro.

Unter den im ATX schwer gewichteten Papieren kletterten Verbund mit plus 3,21 Prozent an die Spitze der Kursgewinner. OMV legten 0,19 Prozent zu, etwas deutlicher fiel der Zugewinn bei der BAWAG (plus 0,75 Prozent) aus. Abwärts ging es bei anderen Bankwerten: Raiffeisen Bank International (Raiffeisen) büßten 0,70 Prozent ein, Erste Group schlossen mit einem Abschlag von 0,79 Prozent. voestalpine rutschten um 2,35 Prozent nach unten./kat/ste/APA/jha

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