Aktien Wien Schluss: Zinssorgen ziehen ATX nach unten


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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Freitag mit deutlichen Abschlägen geschlossen. Schon am Morgen hatte der österreichische Leitindex ATX klar verloren, konnte seine Verluste im Verlauf des Vormittags zeitweise deutlich eingrenzen, bevor er wieder dem europaweiten Abwärtstrend folgte.

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Der ATX beendete so die Erholungsbewegung der beiden vorangegangenen Handelstage und ging 1,28 Prozent schwächer mit 3295,16 Punkten ins Wochenende. Er schloss damit nahe seinem Tagestiefststand. Der marktbreitere ATX Prime fiel um 1,22 Prozent auf 1659,06 Zähler.

Für starken Druck auf die Aktienmärkte sorgen derzeit Spekulationen um einen großen Zinsschritt der US-Notenbank Fed. Marktteilnehmer verwiesen dazu auf Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell, der über eine solche Maßnahme auf der nächsten Sitzung der Fed Anfang Mai gesprochen hatte. Eine Anhebung des Leitzinses um 0,50 Prozentpunkte liege auf dem Tisch, sagte Powell.

Aus Europa kamen am Vormittag überraschend gute Wirtschaftsdaten. Gegen die allgemein negative Stimmung konnten sie aber nicht viel ausrichten. Dank des Aufschwungs im Dienstleistungssektor hat sich die Unternehmensstimmung im Euroraum im April überraschend verbessert. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global (ehemals IHS Markit) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,9 auf 55,8 Punkte, Analysten hatten hingegen im Schnitt mit einer Eintrübung auf 53,9 Punkte gerechnet.

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In Wien legten Polytec Zahlen für 2021 vor. Der Autozulieferer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz gesteigert und sich trotz Marktverwerfungen in der Gewinnzone gehalten. Wegen der Herausforderungen durch den Mangel an Rohstoffen und Materialien, vor allem Halbleitern, durch die Störungen der Lieferketten und die Folgen des Ukraine-Kriegs gibt das Unternehmen für 2022 keine Prognose ab. Die Aktien starteten zunächst freundlich in die Sitzung, drehten dann aber ins Minus ab und gingen 0,2 Prozent tiefer ins Wochenende.

Einen Analystenkommentar gab es zu UBM. Die Erste Group senkte ihr Kursziel für den Immobilienentwickler von 55,00 auf 54,00 Euro und bestätigte ihre Kaufempfehlung "Buy". Die Papiere von UBM schlossen 0,72 Prozent fester auf 42,00 Euro.

Im Branchenvergleich standen Bankaktien unter Abgabedruck. Bei Raiffeisen Bank International (Raiffeisen) ging es um 3,1 Prozent nach unten, Erste Group (Erste Group Bank) verloren 2,4 Prozent und BAWAG fielen um 1,1 Prozent.

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Der Luftfahrtzulieferer FACC schloss nach teils starken Verlusten im Tagesverlauf ohne prozentuale Veränderung, während es für die Aktien von Branchenkollegen klar aufwärts ging. Frequentis kletterten mit einem Plus von rund drei Prozent an die Spitze der Kursgewinner im Prime Market, gefolgt von Airline-Caterer Do&Co mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent. Flughafen Wien legten um 0,9 Prozent zu./kat/ste/APA/stw

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