Aktienrückkäufe

Naspers verdient weniger und vereinfacht Prosus-Beteiligung - Prosus-Aktie deutlich höher


Naspers verdient weniger und vereinfacht Prosus-Beteiligung - Prosus-Aktie deutlich höher

Der südafrikanische Investor Naspers hat den Umsatz dank seiner Beteiligungen im E-Commerce-Sektor im vergangenen Geschäftsjahr gesteigert.

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Eine niedrigere Profitabilität sorgte allerdings für einen deutlichen Gewinnrückgang. Naspers kündigte außerdem an, das Beteiligungsgeflecht mit der europäischen Tochter Prosus zu vereinfachen, um die Fortführung von Aktienrückkäufen zu ermöglichen.

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Der Umsatz des Unternehmens, das über Prosus an dem chinesischen Tech-Giganten Tencent beteiligt ist, stieg im Geschäftsjahr 2022/23 bis Ende März auf 6,8 von 6,3 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie sank jedoch auf 1,97 Dollar von 4,20 Dollar im Vorjahr. Der Gewinn sackte auf 249 Millionen von 1,3 Milliarden Dollar ab.

Mit dem geplanten Umbau der Beteiligungsstruktur soll die Komplexität der derzeitigen Überkreuzbeteiligung mit Prosus reduziert werden. Nach der Transaktion, die im dritten Quartal über die Bühne gehen soll, wird Naspers rund 43 Prozent der von Prosus ausgegebenen "N-Stammaktien" halten. Der Rest wäre Free Float.

Der im Juni 2022 lancierte Aktienrückkauf läuft sowohl auf der Ebene von Prosus als auch Naspers, um die wirtschaftlichen Interessen auszubalancieren. Weil die Naspers-Rückkäufe von einer südafrikanischen Tochtergesellschaft ausgeführt werden, gibt es eine gesetzliche Deckelung der Menge an Aktien, die zurückgekauft werden kann. Durch die vorgeschlagene Transaktion fällt diese Begrenzung weg.

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Prosus legen zu - Vereinfachung der Strukturen kommt gut an

Die Aktien der Beteiligungsgesellschaft Prosus haben am Dienstag deutlich zugelegt. Zuletzt gewann der Wert an der EURONEXT Amsterdam 5,38 Prozent auf 66,65 Euro. Er setzte damit die volatile Bewegung der vergangenen Monate fort. Nach einem Einbruch im Herbst auf 40 Euro hatte sich der Kurs der Aktie im Zuge der Gesamtmarkterholung verdoppelt, war dann aber wieder gesunken. Zuletzt hatte der Kurs zwischen 60 und 70 Euro gependelt.

Analyst Sebastian Patulea vom Analysehaus Jefferies wertete die Bemühungen um eine Vereinfachung der Verflechtung mit dem Mutterkonzern Naspers positiv. Für viele Investoren sei die komplexe Struktur ein Grund gewesen, von der Prosus-Aktie Abstand zu nehmen. Positiv sei auch, dass die Neustrukturierung, die für das dritte Quartal geplant sei, keine hohen Kosten mit sich bringen dürfte. Damit sei eine Befürchtung der Anleger vom Tisch.

Naspers dürfte künftig in Südafrika ansässig bleiben, sowohl steuerlich als auch vom Firmensitz, Prosus dagegen weiter mit Sitz und Steuerpflicht in den Niederlanden. Die Kontrolle über Prosus liege unverändert bei Naspers.

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DJG/DJN/mgo/cbr//mf/jha/

LONDON (Dow Jones) / AMSTERDAM (dpa-AFX)

Bildquellen: Prosus

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DatumRatingAnalyst
30.06.26 Prosus Buy Deutsche Bank AG
30.06.26 Prosus Underweight JP Morgan Chase & Co.
29.06.26 Prosus Buy Jefferies & Company Inc.
24.06.26 Prosus Neutral Goldman Sachs Group Inc.
22.06.26 Prosus Buy UBS AG