Amprion stützt EEG-Konto mit neuem Milliarden-Kredit
BERLIN (Dow Jones)--Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat sich 1,05 Milliarden Euro an Krediten beschafft, um das Minuskonto bei der Ökostromumlage auszugleichen. Dazu seien bilaterale Verträge mit der Commerzbank Aktiengesellschaft, der ING Deutschland, der Landesbank Baden-Württemberg sowie der NordLB abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Der Saldo auf dem EEG-Konto ist den Angaben zufolge seit Jahresbeginn kontinuierlich gesunken und liegt seit Ende Juni deutlich im negativen Bereich.
"Als Treuhänder für das EEG-Konto ergreifen wir daher geeignete Finanzierungsmaßnahmen, um auch künftig EEG-Zahlungen zuverlässig leisten zu können", sagt Amprion-Chef Hans-Jürgen Brick. Über das EEG-Konto wickelt Amprion die Zahlungen unter anderem an Betreiber von Wind- oder Solaranlagen ab. Sie erhalten eine festgeschriebene Vergütung für den eingespeisten Strom. Die niedrigen Strompreise an der Börse führten zu einem Rückgang der EEG-Mittel, da der Ausgleich zwischen Vergütung und Strompreis aus dem EEG-Konto erfolgt. Um ein drastisches Ansteigen der EEG-Umlage für die Verbraucher zu vermeiden, wird diese ab dem kommenden Jahr aus dem neuen CO2-Preis für Kraft- und Heizstoffe querfinanziert.