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APA ots news: Allianz: Österreicher:innen entgehen 6.100 Euro durch mangelndes Finanzwissen

Allianz Finanzbildungsstudie: Österreich auf Platz 2 im

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internationalen Vergleich - doch Frauen und Junge fallen

deutlich zurück. KI macht selbstsicher, aber nicht

kompetenter.

Wien (APA-ots) - - Voraussetzung für den smarten Vermögensaufbau ist eine

hohe

Finanzbildung - doch diese bleibt nach wie vor die Ausnahme

- In Österreich erreicht knapp ein Viertel ein hohes

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Finanzbildungsniveau

- Frauen verfügen nur halb so häufig wie Männer über hohes

Finanzwissen - ähnlich sieht es im Vergleich der Generation Z mit der

Babyboomer Generation aus

- KI-Nutzer:innen sind sich ihres Finanzwissens sicherer als Nicht-

Nutzer:innen, verfügen aber über keine höhere Finanzkompetenz

Jedem und jeder Österreicher:in entgehen im Schnitt rund 6.100 Euro

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an Vermögen - allein, weil das Geld auf dem Sparbuch liegt, statt

klug investiert zu werden. Das zeigt die aktuelle

Finanzbildungsstudie von Allianz Research, für die mehr als 8.000

Menschen in acht Ländern [1] befragt wurden. Insgesamt ist die

Finanzkompetenz der Bevölkerung besorgniserregend niedrig und hat

sich seit der letzten Studie in 2023 kaum verbessert. Nur 17 % aller

Befragten verfügen über ein hohes Finanzbildungsniveau, während

dieses bei jeder vierten Person als "mangelhaft" eingestuft werden

kann. Im Vereinigten Königreich liegt das Niveau am höchsten (23 %),

gefolgt von Österreich (22 %) und Deutschland (22 %). Im Mittelfeld

finden sich Spanien (17 %), Italien (17 %) und Polen (15 %) während

die USA (13 %) und Frankreich (11 %) die schwächsten Ergebnisse

verzeichnen.

"Auch wenn Österreich im internationalen Vergleich

verhältnismäßig gut abschneidet, ist noch viel Luft nach oben. In

einer Zeit, in der die Menschen länger leben und private Vorsorge

immer stärker in den Vordergrund rückt, entscheidet Finanzkompetenz

zunehmend darüber, wer von dieser Entwicklung profitiert und wer

nicht", sagt Sabine Stöger, Chief Financial Officer der Allianz

Österreich

Zwtl.: Haushalte müssen nicht unbedingt mehr sparen, sondern klüger

investieren

Eine einfache Simulation verdeutlicht die möglichen Kosten einer

schlechten Kapitalanlage: Hätte man die Hälfte der Bankeinlagen eines

durchschnittlichen Haushalts in Anleihen und Aktien umgeschichtet,

wären die jährlichen Erträge in jedem in der Analyse berücksichtigten

Land gestiegen. Ohne mehr zu sparen, hätte eine solche Umschichtung

das nominale Pro-Kopf-Finanzvermögen in den vergangenen zwei

Jahrzehnten um 14 % bis 21 % erhöht. Österreich ist ein anschauliches

Beispiel für das Ausmaß dieser Chance: Die geschätzte

finanzbildungsbedingte Lücke im Vermögensaufbau beläuft sich nach

Inflation auf rund 6.100 Euro, das entspricht rund 300 Euro jährlich.

Zwtl.: Diejenigen mit den größten finanziellen Herausforderungen sind

am schlechtesten vorbereitet

Frauen, jüngere Befragte und weniger gebildete Menschen stehen im

Leben vor den größten finanziellen Herausforderungen, schneiden aber

bei der Finanzbildung am schlechtesten ab. Frauen müssen eine längere

Pensionsdauer finanzieren und dafür privates Vermögen aufbauen,

erreichen aber nur halb so häufig wie Männer ein hohes

Finanzbildungsniveau (11 % gegenüber 24 %). In Österreich verfügen

nur 14 % der Frauen versus 30 % der Männer über eine hohes

Finanzwissen.

"Gerade Frauen, die aufgrund höherer Lebenserwartung und häufig

unterbrochener Erwerbsverläufe besonders auf eigenständige Vorsorge

angewiesen sind, möchte ich ermutigen: Der Einstieg in die

finanzielle Vorsorge ist oft die größte Hürde. Wer den ersten Schritt

wagt, merkt schnell, dass Geldanlage kein Hexenwerk ist", so Sabine

Stöger. "Finanzielles Wissen ist letztlich ein Stück

Selbstbestimmung - es eröffnet Handlungsspielräume und macht

unabhängiger."

Auch jüngere Generationen werden künftig mehr Verantwortung für

die private Finanzierung ihrer Pension tragen müssen, verzeichnen

jedoch die schwächsten Ergebnisse: Nur 12 % der Generation Z

erreichen ein hohes Niveau, verglichen mit 22 % der Babyboomer. In

Österreich liegt dieser Unterschied bei 13 % versus 29 %. An der

Schnittstelle beider Gruppen schneiden Frauen der Generation Z am

schwächsten ab - nur 10 % erreichen ein hohes Niveau, während

Babyboomer-Männer mit 29 % in der oberen Kategorie am besten

abschneiden. In Österreich liegen diese Werte minimal höher: 11 % der

Gen Z Frauen verfügen über hohen Finanzwissen, bei den Männern der

Babyboomer-Generation liegt dieses bei 35 %.

Bildung ist ein noch stärkerer Trennfaktor: Nur 5 % der Befragten

mit Pflichtschulabschluss erreichen ein hohes Niveau, verglichen mit

24 % derjenigen mit tertiärer Bildung. In Österreich liegen diese

Werte immerhin überdurchschnittlich hoch, wenngleich der Unterschied

auch hier deutlich ist: 14 % vs. 35 %.

Zwtl.: KI vereinfacht den Zugang zu Finanzinformationen, ohne die

Finanzkompetenz zu erhöhen

Bereits 14 % der Befragten nennen KI als ihre wichtigste Quelle

für Finanzberatung - in der Generation Z sind es sogar 26 % (in

Österreich 10 % vs. 16 %). Während KI die Kosten senkt und den Zugang

zu Finanzinformationen erleichtert, schafft sie eine neue

Risikoquelle: KI-Nutzer:innen sind sich ihres Finanzwissens zwar

sicherer - 43 % gegenüber 33 % insgesamt (in Österreich 35 % vs. 29 %

) -, sie erreichen aber nicht häufiger ein hohes Niveau als Nicht-

Nutzer. Für finanzgebildete Haushalte kann KI professionelle Beratung

ergänzen, für weniger gut Informierte besteht die Gefahr, dass sie

schlechte finanzielle Entscheidungen eher verstärkt als verbessert.

"KI macht Finanzinformationen zugänglicher als je zuvor, aber sie

kann Finanzbildung nicht ersetzen. Denn nur wer über das nötige

Finanzwissen verfügt, kann Empfehlungen kritisch einordnen,

Selbstüberschätzung vermeiden und fundierte, langfristige

Finanzentscheidungen treffen", sagt Simon Krause, Ökonom bei Allianz

Research.

Zwtl.: Umfassender Ansatz notwendig, um die Finanzbildungslücke zu

schließen

Um die Finanzbildungslücke zu schließen, braucht es ein

koordiniertes Zusammenspiel von Regierungen, Arbeitgebern und

Finanzinstituten. Finanzbildung muss dabei über reines Wissen

hinausgehen: Sie sollte Menschen befähigen, ihre eigenen

Finanzkenntnisse realistisch einzuschätzen, zu erkennen, wann

professionelle Beratung sinnvoll ist, und fundierte, langfristige

Finanzentscheidungen zu treffen. Regierungen sollten Finanzbildung

stärken und die Altersvorsorgeplanung greifbarer machen. Arbeitgeber

können die finanzielle Bildung und Beratung am Arbeitsplatz ausbauen.

Finanzinstitute sollten den Weg vom Sparen zum Investieren durch

einfachere Produkte, hochwertige Beratung und digitale Werkzeuge

erleichtern.

"Finanzielle Sicherheit wird von vielen Faktoren geprägt - von

individuellen Entscheidungen ebenso wie von den finanziellen und

sozialen Rahmenbedingungen, in denen Menschen leben. Zwar liegt die

Verantwortung nicht allein bei den Haushalten, jedoch wird von den

Menschen zunehmend erwartet, mehr Verantwortung für ihre finanzielle

Zukunft zu übernehmen. Dafür brauchen sie die richtigen Instrumente

und das notwendige Wissen, um fundierte Entscheidungen treffen zu

können. Mehr Eigenverantwortung muss mit mehr Finanzkompetenz

einhergehen. Deshalb startet die Allianz mit der School for Life

eine kostenlose digitale Lernplattform für Finanzbildung", sagt

Ludovic Subran, Chefvolkswirt und Chief Investment Officer der

Allianz SE.

[1] Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien,

Vereinigtes Königreich und USA

Die gesamte Studie finden Sie hier auf unserer Homepage: Economic

Research | Allianz

Die Allianz School for Life mit Inhalten zur Finanzbildung finden

Sie hier: Allianz School For Life | Home

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Therese Sterniczky

Telefon: +43 676 366 83 16

E-Mail: t.sterniczky@eup.at

Website: https://www.allianz.at/

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OTS0081 2026-07-30/12:05

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