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APA ots news: Sondereffekt drückte BIP im II. Quartal - Vorlaufindikatoren deutlich aufgehellt

Wien (APA-ots) - Nach sechs Zuwächsen in Folge schrumpfte Österreichs

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Wirtschaftsleistung im II. Quartal 2026 um 0,1% gegenüber dem

Vorquartal. Der Rückgang war überwiegend statistischer Natur: Während

die Bruttowertschöpfung expandierte, drückte ein kräftiger Anstieg

der Gütersubventionen bei gleichzeitiger Abnahme der Gütersteuern das

BIP. Angebotsseitig setzte sich die Schwäche im Bauwesen fort, die

Industrie wuchs hingegen moderat. Nachfrageseitig stützten die

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Ausrüstungsinvestitionen das BIP. Die Beschäftigung stagnierte im II.

Quartal und die Arbeitslosenquote verharrte auch im August auf dem

höchsten Wert seit Mitte 2021. Wichtige Vorlaufindikatoren hellten

sich zuletzt deutlich auf, getragen von einer breiten, international

beobachtbaren Erholung der Industriekonjunktur. Die Inflationsrate

zog im August wegen der höheren Energiepreise wieder an, blieb aber

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wie schon im Juli unter dem Durchschnitt des Euro-Raumes.

"Witterungsbedingte Ernteausfälle und die rückläufige

Stromerzeugung aus Wasserkraft wirken sich zunehmend auch auf die

Preisbildung auf den Märkten aus", so der Autor des aktuellen WIFO-

Konjunkturberichtes Christian Glocker.

Laut Statistik Austria schrumpfte Österreichs

Bruttoinlandsprodukt im II. Quartal 2026 um 0,1% gegenüber dem

Vorquartal, nachdem es davor sechs Quartale in Folge zugelegt hatte (

saison- und kalenderbereinigt). Der rezente Rückgang ist allerdings

kein Anzeichen einer Konjunkturabschwächung, zumal die

Bruttowertschöpfung im II. Quartal um 0,1% expandierte. Zuzuschreiben

ist er vielmehr einem kräftigen Anstieg der Gütersubventionen bei

markantem Rückgang der Gütersteuern. Dieser Sondereffekt wirkte sich

unmittelbar negativ auf das BIP aus, ohne dass ihm eine Schwäche der

Realwirtschaft zugrunde lag.

Angebotsseitig setzte sich die zuletzt beobachtete Zweiteilung

fort: Die Herstellung von Waren expandierte moderat, während das

Bauwesen - abgesehen von einem geringen Wachstum im I. Quartal 2025 (

+0,1%) - bereits seit dem IV. Quartal 2020 schrumpft. Nachfrageseitig

stand daher einem deutlichen Zuwachs der Ausrüstungsinvestitionen ein

erneuter Rückgang der Bauinvestitionen gegenüber.

Die Beschäftigung stagnierte im II. Quartal nahezu (laut

Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung - VGR), während die

Arbeitslosenquote bereits seit Juni 2026 auf einem mehrjährigen

Höchststand notiert. Der trockene und heiße Sommer belastete die

Landwirtschaft und die Stromerzeugung aus Wasserkraft, während er dem

Tourismus ein neues Nachfragehoch bescherte.

Die Inflationsrate zog im August laut Schnellschätzung von

Statistik Austria auf 3,2% an (+2,9% laut HVPI), vor allem wegen

höherer Treibstoff- und Heizölpreise. Wie schon im Juli lag die

Teuerung jedoch unter dem Durchschnitt des Euro-Raumes, während die

Kerninflation darüber blieb.

Für die kommenden Monate zeichnet sich eine Konjunkturaufhellung

ab. Wichtige Vorlaufindikatoren verbesserten sich im August 2026 auf

breiter Front: Der WIFO-Konjunkturklimaindex stieg kräftig, ebenso

wie der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex, der den höchsten

Stand seit dem Frühjahr 2022 erreichte.

Abbildung 1: Trockenheit und Hitze belasten Landwirtschaft und

Energieerzeugung - auf der WIFO-Website

Zu den Definitionen siehe "Methodische Hinweise und Kurzglossar"

Rückfragehinweis:

Rückfragen bitte am Mittwoch, dem 9. September 2026, von 9:00 bis

12:00 Uhr, an Mag. Dr. Christian Glocker, MSc, Tel. (1) 798 26 01 -

467, christian.glocker@wifo.ac.at.

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