Atom-Entschädigung und höhere Strompreise - Gewinn für Vattenfall


Die Entschädigung für den vorzeitigen deutschen Atomausstieg und höhere Strompreise haben Vattenfall in der ersten Jahreshälfte einen Milliardengewinn beschert. Unter dem Strich stand bei dem schwedischen Energieriesen im Zeitraum Januar bis Juni diesmal ein sattes Plus von 23,6 Milliarden Kronen (rund 2,3 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag in Stockholm mitteilte. Im Vorjahr hatte es vor allem wegen Wertminderungen des mittlerweile abgeschalteten Hamburger Steinkohlekraftwerks Moorburg noch einen Verlust von knapp 1,6 Milliarden Kronen gegeben.

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Auch das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis konnte Vattenfall steigern: Es lag bei 17,3 Milliarden Kronen und somit rund 4,3 Milliarden höher als in der ersten Jahreshälfte 2020. Der Nettoumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent auf 80,5 Milliarden Kronen (7,85 Mrd Euro).

Der Bundestag hatte den Weg für die milliardenschwere Entschädigung Mitte Juni freigemacht, die die Stromkonzerne als Ausgleich für den deutschen Atomausstieg erhalten. "Wir können endlich auch einige prioritäre Rechtsangelegenheiten hinter uns lassen und stattdessen mit Fokus auf unsere Kerngeschäfte und Kunden nach vorne schauen", sagte Vattenfall-Chefin Anna Borg dazu. Das wirkt sich mit einer Summe in Höhe von 11,1 Milliarden Kronen (knapp 1,1 Mrd Euro) auf das Vattenfall-Ergebnis für das zweite Quartal aus. Der am 1. Juli abgeschlossene Verkauf des Berliner Stromnetzes mit einem Kaufpreis von 2,1 Milliarden Euro wird erst ins dritte Quartal einfließen.

Die Atom-Entschädigung sei ein Aspekt, jedoch nur einer der Gründe hinter dem starken Halbjahresergebnis, sagte Borg der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kämen vor allem auch höhere Strompreise, da es in den ersten Monaten des Jahres ungewöhnlich kalt gewesen sei, ehe es im zweiten Quartal wenig Niederschlag in Skandinavien gegeben habe./trs/DP/mis

STOCKHOLM (dpa-AFX)

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