BDI: Keine unmittelbare Gefahr für Konjunktur durch Iran-Krieg


BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Industrie sieht wegen des Iran-Kriegs vorerst keine unmittelbare Gefahr für die konjunkturelle Erholung in Deutschland. Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Krieg habe bereits die Weltmarktpreise für Rohöl und Gas merklich erhöht. "Dies kann auch in Deutschland preiserhöhend wirken, wird die konjunkturelle Erholung in Deutschland und Europa jedoch voraussichtlich nicht gefährden." Der BDI erwarte bei der Öl- und Gasversorgung keine unmittelbaren Engpässe in Europa.

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Nach Jahren der wirtschaftlichen Schwächephase wird in diesem Jahr in Deutschland ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet. Auch aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gibt es kurzfristig keine Versorgungsprobleme in Deutschland. Die Energieversorgung sei breit diversifiziert.

Der Iran hat nach den Angriffen der USA und Israels den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf.

"Eine langfristige Sperrung oder Beeinträchtigung dieses Seeweges hätte erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten und Preise", so Niedermark. Für die deutsche Industrie seien Erdgas und Strom zentral. Öl spiele als Produktionsfaktor eine vergleichsweise kleinere Rolle und ist vor allem als Kraftstoff-Vorprodukt relevant. "Die Verwundbarkeit liegt daher primär bei Energie- und Transportkosten, nicht bei der physischen Verfügbarkeit."/hoe/DP/zb

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