BDI: Staat muss an mehreren steuerpolitischen Stellschrauben drehen
Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)--Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat angesichts der anstehenden Ergebnisse der Steuerschätzung Steuermaßnahmen gefordert. "Der Staat muss jetzt an mehreren steuerpolitischen Stellschrauben gleichzeitig drehen, um die Steuereinnahmen zu stabilisieren und die pandemiegeschwächten deutschen Unternehmen zu stärken", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Die Bundesregierung und der Gesetzgeber müssten das laufende Gesetzgebungsverfahren für ein Körperschaftsteuermodernisierungsgesetz nutzen und dabei durchsetzen, im Unternehmen verbleibende Gewinne weniger stark zu besteuern.
In der Krise sei zentral, die Verlustverrechnung weiter zu verbessern und die Abschreibungsmöglichkeiten langfristig auszuweiten. "Das stärkt die Liquidität und Investitionsbereitschaft der Unternehmen nach der Krise." Steuererhöhungen, Vermögensteuer oder -abgabe würden die Krise hingegen verschärfen, warnte Lang. Das laufende steuerliche Gesetzgebungsverfahren dürfe aber nicht davon ablenken, dass der Standort Deutschland nach wie vor dringend auf eine grundlegende Reform der Unternehmenssteuern angewiesen sei. Die Steuerlast der Unternehmen solle "auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau von 25 Prozent sinken".
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May 12, 2021 05:01 ET (09:01 GMT)