BDI und DGB fordern von Bundesregierung Absenkung der Stromkosten


BERLIN (Dow Jones)--Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sehen die industrielle Wertschöpfungsketten wegen hoher Stromkosten unter extremen Druck. In einen gemeinsamen Appell forderten sie die Bundesregierung zur Absenkung der Stromkosten auf. Es sei "dringend erforderlich, dass die Bundesregierung nun schnell und gemeinsam ein wirksames Maßnahmenbündel verabschiedet und für differenzierte Entlastung sorgt. Andernfalls wird die erwünschte Transformation durch Elektrifizierung ausbleiben und sich die schleichende Abwanderung beschleunigen", warnte Siegfried Russwurm, BDI-Präsident.

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Yasmin Fahimi, Vorsitzende des DGB, betonte, dass Klimapolitik, nachhaltiger Wohlstand und gute Arbeit untrennbar zusammen gehörte. "Wettbewerbsfähige Strompreise sind die Voraussetzung für eine Ausweitung privater Investitionen in die Dekarbonisierung. Ohne diese gibt es auch keinen Klimaschutz", so Fahimi. Konkrete Vorschläge für die Entlastung beim Strompreis lägen auf dem Tisch. Wichtig sei, dass die Bundesregierung nun schnell "die richtigen Weichen" stellt, damit eine schleichende Deindustrialisierung vermieden wird, so Fahimi.

Aktuell wird in der Regierungskoalition eine Verlängerung des Spitzenausgleichs bei der Stromsteuer für Unternehmen sowie eine Absenkung der Netzentgelte diskutiert, wozu allerdings die Finanzierung noch unklar ist. Außerdem gibt es Vorschläge zu einem staatlich subventionierten und zeitlich befristeten Industriestrompreis sowie die Absenkung der Stromsteuer auf ein europäisches Niveau. Regierungsintern gibt es dazu aber unterschiedliche Positionen.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

September 26, 2023 05:33 ET (09:33 GMT)

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