Bericht: Hunderte Milliarden für Wiederaufbau der Ukraine nötig


WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Krieg in der Ukraine hat allein in den ersten etwas mehr als drei Monaten einen Schaden von mindestens 97 Milliarden US-Dollar (rund 96,4 Mrd Euro) verursacht. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht der ukrainischen Regierung, der Weltbank und der Europäischen Kommission hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. Als Grundlage für die Berechnungen wurde der Zeitraum vom Beginn des Krieges am 24. Februar bis zum 1. Juni herangezogen. Die am stärksten betroffenen Sektoren sind demnach der Wohnungsbau (40 Prozent), das Transportwesen (31 Prozent) sowie der Handel und die Industrie (10 Prozent). Als am stärksten beschädigt gelten die Gebiete Donezk, Luhansk und Charkiw.

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Die in diesem Zeitraum durch den Krieg entstandenen finanziellen Verluste werden mit fast 252 Milliarden US-Dollar (250,3 Milliarden US-Dollar) angegeben. Der hohe Betrag kommt zustande, weil die Verluste eines Sektors andere Sektoren beeinflussen. Zum Beispiel wirke sich der Rückgang bei der landwirtschaftlichen Produktion auf den Transportbedarf aus, der Verlust von Elektrizität beeinträchtige Handel und Industrie, heißt es in dem Bericht.

Die Kosten für Wiederaufbau der von Russland angegriffenen Ukraine wurden mit Stand vom 1. Juni auf mindestens 349 Milliarden US-Dollar (rund 346,7 Milliarden Euro) geschätzt. Am meisten Geld werde für den Wiederaufbau des Transportwesens (21 Prozent), die Entminung und Beseitigung von explosiven Überresten des Krieges (21 Prozent) und den Rückbau von Wohnbestand (20 Prozent) benötigt. Kurzfristig würden rund 105 Milliarden US-Dollar (rund 104,3 Milliarden Euro) benötigt, auch um Vorkehrungen für den bevorstehenden Winter zu treffen.

Die Ukraine hatte bereits angekündigt, bei der UN-Vollversammlung Kriegsentschädigungen aus Russland von mindestens 300 Milliarden US-Dollar (etwa 300 Milliarden Euro) durchsetzen zu wollen.

/trö/DP/jha

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