AlzChem-Aktie verliert trotzdem: Konzern verdient zum Jahresauftakt mehr
AlzChem hat im ersten Quartal von einer hohen Nachfrage in seinem Spezialchemiegeschäft profitiert und dadurch mehr umgesetzt und verdient.
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Getragen wurde der Bereich von einem guten Lauf unter anderem bei Kreatin-Produkten als Nahrungsergänzungsmittel für Sportler und guten Geschäften mit der Rüstungsindustrie. Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende März im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 3 Prozent auf 148,7 Millionen Euro, wie der SDAX-Konzern am Donnerstag in Trostberg mitteilte. Damit konnte das Unternehmen die Schwäche im Geschäft mit der Stahlindustrie mehr als ausgleichen.
Noch positiver entwickelte sich die operative Ertragskraft: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg überproportional um 18 Prozent auf 32,3 Millionen Euro. Die entsprechende Marge erhöhte sich von 18,9 auf 21,7 Prozent. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um 23 Prozent auf fast 18 Millionen Euro.
"Wir haben damit ein solides Fundament für das Gesamtjahr gelegt und blicken zuversichtlich auf die weitere Beschleunigung unseres Wachstums ab der zweiten Jahreshälfte", sagte Konzernchef Andreas Niedermaier und bestätigte seine Jahresprognose.
AlzChem nach Quartalszahlen am SDAX-Ende
Trotz insgesamt starker Quartalszahlen von AzChem sind die Aktien des Spezialchemiekonzerns am Donnerstag unter Druck geraten. Am Nachmittag sackten sie als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDAX ab und rutschten damit unter die 50-Tage-Linie, einem charttechnischen Indikator für den mittelfristigen Trend. Die AlzChem-Aktie zeigt sich im XETRA-Handel zeitweise 4,6 Prozent tiefer bei 166,10 Euro. Die Kursgewinne seit Jahresbeginn schrumpften infolge dieser Gewinnmitnahmen auf knapp 7 Prozent. Auf Jahressicht steht noch ein Plus von fast 50 Prozent zu Buche.
Warburg-Analyst Christian Cohrs bescheinigte AlzChem zwar einen guten Start ins neue Jahr und wertete auch den bestätigten Ausblick positiv. Außerdem habe der Spezialchemiekonzern seine Profitabilität verbessert. Der Umsatz liege allerdings etwas unter seinen Erwartungen. Auch Jefferies-Experte Constantin Hesse bemängelte die Erlösentwicklung angesichts des weiterhin schwachen Stahlmarkts in Europa.
/tav/jha/
TROSTBERG (dpa-AFX)
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Bildquellen: Alzchem Group AG
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 09.07.26 | Alzchem Group Buy | Deutsche Bank AG | |
| 08.07.26 | Alzchem Group Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 29.06.26 | Alzchem Group Buy | Warburg Research | |
| 11.06.26 | Alzchem Group Buy | Deutsche Bank AG | |
| 07.05.26 | Alzchem Group Buy | Warburg Research |
