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Vodafone-Aktie sinkt: Kundenschwund in Deutschland setzt sich deutlich fort


Vodafone-Aktie sinkt: Kundenschwund in Deutschland setzt sich deutlich fort

Der Kundenschwund beim Telekommunikationsanbieter Vodafone Deutschland setzt sich fort.

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Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat im Geschäftsjahr 2025/26 Umsatz und operativen Gewinn gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen von der strategischen Neuausrichtung auf die wichtigsten Märkte Deutschland und Großbritannien. Gleichwohl sank die Kundenzahl in Deutschland.

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Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr bis Ende März um acht Prozent auf 40,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Der Service-Umsatz kletterte dabei um 8,8 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen, wuchs der Service-Umsatz um 5,4 Prozent. Im vierten Quartal lag das Wachstum aus eigener Kraft bei 5,1 Prozent, was über den Erwartungen von Analysten lag.

Im wichtigen Geschäft in Deutschland war der Service-Umsatz auf Jahressicht aus eigener Kraft um 0,2 Prozent rückläufig. Vor allem die ersten zwei Quartale waren mäßig verlaufen. Im Jahresverlauf erholten sich die Erlöse jedoch allmählich. So stiegen die Service-Umsätze im vierten Quartal um 1,3 Prozent. Jedoch war die Zahl der Mobilfunk- und Festnetz-Internetkunden rückläufig.

Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und nach Leasingkosten (Ebitda AL) verbesserte sich organisch im Gesamtjahr um 4,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro, nominal betrug das Plus 3,8 Prozent.

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Für das neue Geschäftsjahr 2026/27 erwartet das Management um Konzernchefin Margherita Della Valle ein bereinigtes operatives Ergebnis in der Spanne von 11,9 bis 12,2 Milliarden Euro. Der bereinigte freie Barmittelfluss soll bei 2,6 bis 2,9 Milliarden Euro liegen.

Der Konzernausblick treffe in Summe zwar die Markterwartungen, erscheine mit Blick auf die Details zum Europa-Geschäft aber schwächer, schrieb Analyst Akhil Dattani von JPMorgan in einer ersten Reaktion. Zudem hätten sich die Mobilfunkverträge zuletzt schwach entwickelt. Die Vodafone-Aktien gerieten am Dienstag unter Druck. Im Londoner Handel verliert die Vodafon-Aktie zeitweise 8,38 Prozent auf 1,10 Pfund.

Der Kundenschwund im größten Markt Deutschland setzte sich fort. So sank die Anzahl der Festnetz-Internetkunden im Quartal um 90.000 auf rund 9,9 Millionen. In den Quartalen zuvor hatte die Firma geringere Rückgänge hinnehmen müssen.

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Auch im deutschen Mobilfunk-Geschäft sank die Anzahl der Vertragskunden im Zeitraum Januar bis März 2026 bei der Marke Vodafone und den Zweitmarken SIMon und Otelo, und zwar um 77.000 auf rund 28,8 Millionen. In den Quartalen davor war dieser Wert leicht im Plus oder knapp im Minus gewesen.

Dass der Umsatz in Deutschland zuletzt stieg, während die Vertragskunden-Zahlen sanken, hatte unterschiedliche Gründe. Zum einen wollte Vodafone nicht so recht bei dem harten Preiskampf am Markt mitmachen und strich daher einige Werberabatte, die Preise für Neukunden stiegen also im Schnitt. "Wir setzen nicht auf Neukunden um jeden Preis", sagte Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot.

Außerdem kamen mehr Mieteinnahmen in die Kasse: Vodafone stellt sein Netz für andere Firmen bereit, die dafür Geld zahlen - allen voran Konkurrent 1&1, der zwölf Millionen Handykunden vom O2-Netz auf das Vodafone-Netz hievte. Dort, wo die 1&1-Kunden keine 1&1-Antennen haben, werden sie mit den Vodafone-Sendemasten verbunden. Positiv war zudem, dass das hierzulande lange schwächelnde Firmenkunden-Geschäft von Vodafone anzog./

/err/wdw/mis/men

DÜSSELDORF (dpa-AFX)

Bildquellen: Pazargic Liviu/Getty Images, ChameleonsEye / Shutterstock.com

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