STMicroelectronics-Aktie springt an: Gewinn des Infineon-Rivalen steigt - Erwartungen nicht erfüllt
Der Halbleiterhersteller STMicroelectronics hat seine Zahlen für das erste Jahresviertel präsentiert. So sind sie ausgefallen.
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Das erste Quartal 2026 ging für den Chipriesen STMicroelectronics mit einem Gewinnplus zu Ende. Das EPS belief sich auf 0,13 US-Dollar - nach 0,07 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum -, Analysten hatten jedoch mehr erwartet: Ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie hatten sich im Durchschnitt auf 0,18 US-Dollar belaufen. Unter dem Strich verdiente STMicro 37 Millionen US-Dollar nach einem Verlust von 30 Millionen Dollar im Vorquartal. Die Bruttomarge verschlechterte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 33,8 Prozent, verglichen zu den drei Monaten zuvor.
Seinen Umsatz im Berichtszeitraum bezifferte der Infineon-Konkurrent auf 3,1 Milliarden US-Dollar. Hier hatten sich die Schätzungen der Experten im Vorfeld auf 2,52 Milliarden US-Dollar belaufen, nachdem STMicro im ersten Quartals des Vorjahres 2,39 Milliarden US-Dollar umgesetzt hatte.
STMicro sieht anziehende Nachfrage
Der Chipkonzern STMicroelectronics zeigte sich für die weitere Entwicklung trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten zuversichtlich. So habe das Unternehmen im ersten Quartal eine Erholung der Nachfrage mit starken Bestellzahlen und normalisierte Lagerbestände verzeichnet, berichtete Konzernchef Jean-Marc Chery am Donnerstag in Genf. Im vergangenen Jahr hatten die Chiphersteller abseits des KI-Booms unter einer verhaltenen Nachfrage gelitten, weil Kunden zunächst ihre noch vorhandenen Bestände abbauten.
Für das zweite Quartal erwartet der Manager in der Mitte der Spanne einen Umsatz von 3,45 Milliarden US-Dollar. Dies wäre ein Plus von 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und von 24,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bruttomarge soll 34,8 Prozent erreichen. Noch unausgelastete Kapazitäten dürften dabei mit einem Prozentpunkt belasten.
Der Ausblick von STMicro lag über den Erwartungen der Analysten. Die Aktie sprang daher zeitweise um 14,42 Prozent auf 40,86 Euro nach oben. In diesem Sog zogen auch die Papiere des Konkurrenten Infineon zeitweise um 9,29 Prozent auf 53,98 Euro an und überwanden erstmals seit 2000 wieder die runde Marke von 50 Euro. Infineon legt Anfang Mai seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vor.
Der Mittelwert des in Aussicht gestellten Zielkorridors für den Umsatz von STMicro liege um acht Prozent über der Markterwartung, notierte Janardan Menon vom Analysehaus Jefferies. Das Unternehmen könnte am Anfang eines neuen Aufwärtszyklus mit weiter steigenden Schätzungen in den kommenden Quartalen stehen.
STMicro setzt dabei auf deutliches Wachstum im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Das Unternehmen geht weiter davon aus, dass der Umsatz mit Komponenten für Rechenzentren 2026 deutlich über 500 Millionen und 2027 über einer Milliarde Dollar liegen wird.
Carolin Ludwig, Julia Walter, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 02.07.26 | STMicroelectronics Buy | UBS AG | |
| 29.06.26 | STMicroelectronics Equal Weight | Barclays Capital | |
| 29.06.26 | STMicroelectronics Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 12.06.26 | STMicroelectronics Neutral | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 11.06.26 | STMicroelectronics Buy | Deutsche Bank AG |