Börse Wien Schluss: Zoll-Wende und Ukraine-Signale liefern Rückenwind


Werte in diesem Artikel
Indizes

ATX
6,704.08 EUR 25.67 EUR 0.38 %

WIEN (dpa-AFX) - Nach der Rücknahme der angedrohten US-Zölle im Grönland-Streit und positiven Signalen aus den Ukraine-Gesprächen haben die Anleger am Donnerstag am Wiener Aktienmarkt zugegriffen. Der ATX übersprang dabei erstmals die Hürde von 5.500 Punkten und schloss 2,49 Prozent höher mit 5.544,90 Punkten.

Werbung

Bereits am Mittwochnachmittag hatte der ATX positiv darauf reagiert, dass US-Präsident Donald Trump in seiner Rede in Davos eine Militäraktion zur Übernahme Grönlands ausgeschlossen hatte. Nach europäischem Börsenschluss kündigte Trump zudem an, dass ein Rahmen für ein künftiges Abkommen entstanden sei und die angedrohten Zölle gegen europäische Länder ausgesetzt würden.

Zusätzlichen Rückenwind lieferten Hoffnungen auf Fortschritte bei den Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg. Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprachen von einem guten Treffen in Davos, Selenskyj kündigte zudem trilaterale Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland an. Laut US-Sondergesandtem Steve Witkoff könnten die USA der Ukraine im Falle einer Zustimmung zu einem Friedensplan zollfreien Zugang zum US-Markt gewähren.

Die Kursrally in Wien stand am Berichtstag auf breiter Basis - bis auf Verbund verzeichneten alle Titel im Leitindex Kursgewinne von mindestens 0,3 Prozent. Bester Wert waren die Aktien der RBI, die um 7,1 Prozent anzogen, dicht gefolgt von den Bautiteln Strabag und Porr mit Aufschlägen von fünf respektive 6,2 Prozent. Aktien der schwer gewichteten Erste Group (Erste Group Bank) stiegen um vier Prozent.

Werbung

Ebenfalls im Spitzenfeld zeigten sich mit plus 5,7 Prozent die AT&S-Scheine, die von einer allgemein guten Stimmung für Halbleiterwerte mit KI-Bezug profitierten. Das Unternehmen kündigte zudem an, in seinem Leobener Standort zu investieren.

Die Anteile an der BAWAG verteuerten sich um vergleichsweise geringe 0,6 Prozent auf 137,30 Euro. Vor den am 11. Februar anstehenden Jahreszahlen hoben die Analysten der UBS ihr Kursziel von 127 auf 151 Euro an und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Die Unternehmenszahlen des vierten Quartals 2025 entwickelten sich nach UBS-Einschätzung positiv, mit einem sequenziell leicht verbesserten Kreditwachstum, Kosten im Rahmen der Prognose und keinem Anstieg der risikogewichteten Aktiva, erklärte Analyst Mate Nemes./spa/szk/APA/mis

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.