Böse Überraschung

adidas- und PUMA-Aktien unter Druck: Umsatzausblick von Nike belastet


adidas- und PUMA-Aktien unter Druck: Umsatzausblick von Nike belastet

Mit einer bösen Überraschung für die ganze Branche hat der US-Sportmodehersteller Nike aufgewartet.

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Der Konzern enttäuschte am Donnerstagabend die Anleger mit seinen Aussagen zur Umsatzentwicklung. Die Nike-Aktie brach im New Yorker Handel um fast 11 Prozent ein und zog am Freitag die Papiere von adidas und PUMA in Deutschland mit nach unten.

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adidas-Aktien verloren als eines der DAX-Schlusslichter zuletzt 5,29 Prozent auf 184,14 Euro, die PUMA-Papiere verloren als schwächster MDAX-Wert 7,18 Prozent auf 49,90 Euro.

"Die Aussagen von Nike waren in den vergangenen Quartalen nicht mehr so kursrelevant für die der Wettbewerber, aber diese schlechte Nachricht dürfte auch adidas und PUMA belasten", hatte ein Händler schon vor dem Börsenauftakt prognostiziert.

Nike rechnet im laufenden Quartal mit einem leichten Umsatzrückgang. Im vierten Geschäftsquartal sollen die Erlöse dann wieder steigen, allerdings nur um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz. Der Umsatz in der wichtigen Region Groß-China verpasste trotz eines Anstiegs die Erwartungen am Markt.

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"Der gedrückte Umsatzausblick dürfte im Fokus stehen", schrieb Analyst Randal Konik von Jefferies mit Blick auf die Reaktion der Anleger. Das abgelaufene zweite Geschäftsquartal zeige eine sich abschwächende Nachfrage. "Das ist nicht gut", urteilte der Experte vor allem mit Blick auf eine nachlassende Nachfrage in Nordamerika. Das ist auch für adidas und PUMA eine wichtige Absatzregion.

Analyst Matthew Boss von JPMorgan merkte an, Nike erwarte für 2024 nurmehr ein Umsatzplus von einem Prozent. Dem stehe eine Konsensschätzung von plus 3,7 Prozent gegenüber. Gegenwind wehe dem Unternehmen von der Konjunktur in China und auch in der Region Europa, Naher Osten und Afrika ins Gesicht. Der Absatz auf den immer wichtiger werdenden digitalen Vertriebskanälen sei von Preisnachlässen und Kaufanreizen geprägt.

Letzteres dürfte am Freitag auch die Kurse von Online-Modehändlern mit nach unten ziehen. Im DAX waren Zalando mit minus 6,5 Prozent der größte Verlierer noch vor adidas. An der Londoner Börse gaben ASOS um 2,2 Prozent nach. Der europäische Sektor der Einzelhändler war auf dem Sektortableau der zweitschwächste hinter den Technologiewerten.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: TonyV3112 / Shutterstock.com, Robert Ascroft/ PUMA

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01.07.26 adidas Neutral Goldman Sachs Group Inc.