Bulgarien schickt Schutzhelme und Westen für Zivilisten in die Ukraine
SOFIA (dpa-AFX) - Das EU- und Nato-Land Bulgarien schickt erstmals Schutzausrüstungen in die Ukraine, aber vorerst keine Waffen. Die liberal-sozialistische Regierung beschloss am Mittwoch in Sofia, die Ukraine mit 2000 Helmen und 2000 Westen zu unterstützen. Die Schutzausrüstungen sollen von der Zivilbevölkerung genutzt werden, erklärte Regierungssprecherin Lena Borislawowa. Die aus vier recht unterschiedlichen Parteien bestehende Regierungskoalition in dem einstigen Ostblockland ist beim Thema Waffenlieferungen in die Ukraine uneins.
Mehrere Hundert Anhänger der nationalistischen Parlamentspartei Wasraschdane (Wiedergeburt) protestierten vor dem Parlament und dem Regierungssitz in Sofia gegen eine Militärhilfe für die Ukraine. Sie lehnten auch eine mögliche Stationierung von Nato-Soldaten sowie Technik in dem südosteuropäischen Land ab. "So würden wir uns zu Mittätern machen und Anlass für einen Krieg auf unserem Staatsgebiet sowie für Vergeltung geben", sagte ein Demonstrant im Fernsehsender bTV. Die Russland-freundliche Wasraschdane kündigte weitere Proteste an.
Auch die mitregierenden Sozialisten (früheren Kommunisten) lehnen eine militärische Unterstützung für Kiew ab, da ihre Wähler in der Regel Russland gegenüber freundlich gesinnt sind.
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