Bundeskabinett beschließt Senkung der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge
Von Andrea Thomas
BERLIN (Dow Jones)--Das Bundeskabinett hat eine Kürzung der Kaufprämie für Elektroautos beschlossen. Die Förderung für elektrische Fahrzeuge wird ab 2023 nur noch auf Kraftfahrzeuge konzentriert, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben. Dazu zählt die Bundesregierung batterie- und brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge. Für Plug-In-Hybride läuft die Förderung Ende des Jahres aus. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hält die Entscheidung zur Kaufprämie angesichts der hohen Gewinne in der Autoindustrie für richtig.
Ab Januar wird der Kauf reiner Elektroautos je nach Kaufpreis nur noch mit 3.000 bis 4.500 Euro bezuschusst. Ab dem 1. September 2023 sollen zudem nur noch Privatpersonen in den Genuss der Kaufprämie kommen. Für E-Autos über 45.000 Euro Nettolistenpreis entfällt der Umweltbonus ab dem 1. Januar 2024 vollständig.
Lindner zeigte sich nach der Kabinettsentscheidung zufrieden mit der Regelung, dass nun letztmalig neue Mittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro für die Kaufprämie zur Verfügung gestellt werden. "Wenn diese erschöpft sind, wird es keine Kaufprämie mehr geben. Es bleibt dann bei den steuerlichen Vorteilen für klimafreundliche Fahrzeuge", sagte Lindner. "Angesichts der Milliardengewinne der Automobilkonzerne ist eine solche Subventionierung auch nicht mehr erforderlich. Hier setze ich darauf, dass über den Markt Impulse kommen, Elektrofahrzeuge günstiger zu machen über den Wettbewerb."
Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erklärt, dass die Elektromobilität den Übergang in den Massenmarkt geschafft habe. In diesem Jahr werde man nahezu zwei Millionen E-Fahrzeuge haben.
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July 27, 2022 08:38 ET (12:38 GMT)