Bundestag beschließt Wohngeld-Reform


BERLIN (dpa-AFX) - Mehr Haushalte in Deutschland sollen ab Januar mit einem staatlichen Mietzuschuss entlastet werden. Das Wohngeld soll außerdem um durchschnittlich 190 Euro im Monat aufgestockt werden, wie der Bundestag am Donnerstag beschloss. "Bürgergeld und Wohngeld gehen Hand in Hand. Zusammen ist es ein sozialpolitischer Meilenstein", warb SPD-Politiker Brian Nickholz für die Reform. Der Bundesrat muss ihr noch zustimmen.

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Im Schnitt sollen Wohngeld-Haushalte künftig monatlich rund 370 Euro bekommen. Außerdem wird der Kreis der Berechtigten deutlich ausgeweitet: Zu den bisher 600 000 Haushalten sollen bis zu 1,4 Millionen weitere dazukommen.

Das Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete für Haushalte, die zwar keine Sozialleistungen beziehen, trotzdem aber wenig Geld haben. Künftig sollen auch Menschen Wohngeld beantragen können, die Mindestlohn verdienen oder eine Rente in vergleichbarer Höhe haben.

Die Opposition kritisierte die Reform. "Das wird den Menschen nicht helfen, weil es schlecht gemacht ist und zu spät kommt", sagte der CDU-Bauexperte Jan-Marco Luczak.

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