Bundeswehr: Für Litauen-Brigade auch Verpflichtungen möglich


BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundeswehr schließt bei der Besetzung der Litauen-Brigade Verpflichtungen von Soldaten nicht aus. "Oberstes Ziel aus Sicht des Heeres ist es, die volle Einsatzbereitschaft der Brigade Litauen im kommenden Jahr zu erreichen", sagte Heeresinspekteur Generalleutnant Christian Freuding der "Welt". "Dazu werden wir am leitenden Prinzip der Freiwilligkeit festhalten - und dort, wo erforderlich, auch um verpflichtende Maßnahmen ergänzen. Und das natürlich immer im Dialog mit den Betroffenen, so wie bei jeder anderen Personalmaßnahme auch."

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Eine ähnliche Erklärung gab das Verteidigungsministerium dem Medium. Ein Sprecher fügte hinzu: "Am Ende muss auch allen klar sein: Einsatzbereitschaft geht im Zweifel vor Freiwilligkeit." Bisher hat die Bundeswehr das Prinzip der Freiwilligkeit betont. Ein "Spiegel"-Bericht über Probleme bei der personellen Aufstellung des Großverbands wurde im Februar zurückgewiesen.

Deutschland reagiert mit der Aufstellung der Panzerbrigade auf die wachsende Bedrohung der Nato durch Russland. Sie wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Bis 2027 soll sie mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein. Bislang sind 1.800 Angehörige der Truppe in Litauen stationiert, bis Jahresende sollten es 2.000 sein./and/DP/men

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