Chef der Netzagentur fordert mehr Anstrengungen zum Energiesparen ein


BONN/BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der angespannten Situation in der Gasversorgung hat der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, die Dringlichkeit des Energiesparens untermauert. In der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" machte der Behördenchef am Donnerstagabend deutlich, dass beim sogenannten Notfallplan Gas die dritte und letzte Stufe - die Notfallstufe - schwerwiegende Folgen hätte. Dann könnten Industriefirmen nicht mehr so viel Gas kaufen, wie sie wollten, sondern sie wären auf Zuteilungen der Netzagentur angewiesen. Für die Firmen wären die Konsequenzen "schrecklich und einschneidend", sagte Müller. Energiesparen helfe, damit es gar nicht so weit komme.

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Die Bundesregierung hatte am Donnerstag die zweite der drei Stufen ausgerufen, die Alarmstufe. Grund hierfür ist, dass Russland seine Gaslieferungen über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 deutlich vermindert hat. Ob und wann die nächste Stufe ausgerufen werden muss, ist unklar. Sollte dies kommen, wären private Haushalte zunächst nicht betroffen. "Wir würden private Haushalte so lange schützen, wie das irgendwie möglich wäre", sagte Müller.

Es sei immens wichtig, jetzt so wenig Gas wie möglich zu verbrauchen. Zudem sollte die Heizung noch vor Beginn der Heizsaison im Herbst optimiert werden. "Jedes Unternehmen, jeder Betriebsrat, jeder private Haushalt kann in den nächsten Wochen dazu beitragen, dass es gar nicht so weit kommt", sagte er. "Das ist mein wichtigster Appell: Gas einzusparen und einzuspeichern - das hilft uns, diese Situation der Gasmangellage zu vermeiden."

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