Chemieverband zieht wegen des Iran-Kriegs Prognose zurück


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat die Aussichten für die schon seit längerem in einer tiefen Branchenkrise steckende deutsche Chemiebranche noch einmal verschlechtert. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) zog wegen der hohen Unsicherheiten seine Prognose für das laufende Jahr zurück, wie er am Freitag in Frankfurt mitteilte. Zuletzt hatte der VCI für das laufende Jahr für die chemisch-pharmazeutische Branche insgesamt eine stagnierende Produktion und für die Chemie alleine einen Rückgang um ein Prozent erwartet. Bei sinkenden Preisen und stagnierender Produktion sollte das ein Umsatzminus von rund zwei Prozent bedeuten.

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"Die Jahresbilanz der Chemie ist unterirdisch - Produktion, Umsatz und Preise sind im roten Bereich", fasste der Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup das vergangene Jahr für die Branche zusammen. 2026 werde nicht leichter. Schon vor dem Iran-Krieg habe es keine Aufbruchsstimmung gegeben. Die Branche leide insgesamt unter einer schwachen Industriekonjunktur, hohem Importdruck und einem intensiven Preiswettbewerb.

Jetzt sorge der Iran-Krieg für weitere Risiken aufgrund der Blockade der Straße von Hormus, sagte der Manager. Neben der Öl- und Gasversorgung könnte es zu ernsten, zunehmenden Versorgungsengpässen bei Rohstoffen wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel kommen. Es gebe bereits Hinweise auf Störungen bei internationalen Lieferketten. Je länger der Krieg dauere, desto heftiger seien die Folgen. "Die hohen Preise und die anhaltende Unsicherheit bringen viele Betriebe an ihre Grenzen."

Viele Chemiekonzerne haben wegen der konjunkturellen Lage bereits Sparprogramme aufgelegt. So baut der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF als Teil seiner Sparkurses Tausende Jobs ab: Rund 4.800 Beschäftigte hätten das Unternehmen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 verlassen, sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann Ende Februar. Etwa die Hälfte davon entfallen laut BASF auf Deutschland. Ein Ende des Beschäftigungsabbaus in der Chemie sei derzeit nicht absehbar, teilte der Verband mit.

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Im vergangenen Jahr hatte die Chemie- und Pharmabranche mit 478.000 Beschäftigten unter einer Nachfrageschwäche und billiger Konkurrenz aus China gelitten. Der Umsatz 2025 schrumpfte um 1,4 Prozent auf 219,6 Milliarden Euro. Die Produktion sank um 0,5 Prozent./mne/stk

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24.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
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11.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
04.08.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
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