Corona-Effekte

Scout24 rechnet nach gutem Jahresstart mit schwachem Sommer - Aktie legt zu


Scout24 rechnet nach gutem Jahresstart mit schwachem Sommer - Aktie legt zu

Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 stellt sich nach einem Geschäftszuwachs im ersten Quartal noch über den Sommer hinweg auf Rückgänge ein.

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"Die Effekte durch die Covid-19-Pandemie waren im ersten Quartal noch gering. Die größten Auswirkungen auf unser Geschäft erwarten wir im zweiten und dritten Quartal", teilte der Betreiber des Immobilienportals Immoscout24 am Donnerstag mit. Anfang Mai zog das Geschäft zwar an - dank günstiger Sonderaktionen im Zuge der Krise. Zu einer genauen Jahresprognose sieht sich das Management weiterhin nicht in der Lage.

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An der Börse führten die Nachrichten zu keiner klaren Reaktion. Der Kurs der Scout24-Aktie pendelte zwischen Gewinn- und der Verlustzone. Zuletzt lag das Papier im XETRA-Handel mit rund 1,2 Prozent im Plus bei 62 Euro und war damit zweitstärkster Wert im schwächelden MDAX. Die Aktie hat sich in der Corona-Krise vergleichsweise gut gehalten und wird derzeit rund fünf Prozent höher gehandelt als noch zum Jahreswechsel.

Anfang Mai zählte Immoscout24 drei Prozent mehr Anzeigen von Maklern als vor der Pandemie, wie das Unternehmen berichtete. Anzeigen von Privatpersonen hätten um 20 Prozent zugelegt. So konnten Privatkunden seit Ende März ihre Immobilien vielfach kostenlos inserieren. Professionellen Anbietern kam Immoscout24 bei den Konditionen und Zahlungszielen ebenfalls entgegen.

Die wegen der Pandemie Mitte März verhängten sozialen Kontaktbeschränkungen in Deutschland hätten Verkauf und Vermietung von Häusern und Wohnungen allerdings vorübergehend gebremst, hieß es. Das Management rechnet damit, dass der Bau von Wohnungen zwar in der Krise weitergeht, sich Vorhaben aber teilweise verzögern. Auch bei den Gewerbeimmobilien seien Angebot und Nachfrage gesunken. Der Scout24-Vorstand hält infolge der Krise zwar steigende Verkaufszahlen und Neuvermietungen für möglich. Allerdings könne es sein, dass die Preise dafür sinken.

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Scout24 hatte Ende März den milliardenschweren Verkauf seiner Portale Autoscout24, FinanceScout24 und Finanzcheck abgeschlossen. Im fortgeführten Geschäft - also Immoscout24 - erzielte das Unternehmen im ersten Quartal einen Umsatz von gut 89 Millionen Euro und damit sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) legte dort um gut 14 Prozent auf 55,1 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Scout24 insgesamt 27,3 Millionen Euro, knapp acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Unternehmenschef Tobias Hartmann sieht Scout24 gut aufgestellt, um die Krise zu meistern. Seinen ursprünglichen Plan, den Umsatz in diesem Jahr um sechs bis acht Prozent zu steigern, hatte er schon Ende März gestrichen. Allerdings bekräftigte er nun seinen Plan, den Aktionären eine Dividende von 90 Cent je Aktie zu zahlen und Aktien im Wert von bis zu 1,69 Milliarden Euro zurückzukaufen. Auf diesem Weg sollen die Anteilseigner an dem Erlös aus dem Verkauf von Autoscout24, FinanceScout24 und Finanzcheck beteiligt werden.

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Scout

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Datum Rating Analyst
25.09.26 Scout24 Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Scout24 Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Scout24 Outperform Bernstein Research
08.09.26 Scout24 Buy Jefferies & Company Inc.
10.08.26 Scout24 Overweight JP Morgan Chase & Co.

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