Corona-Krise

Wieso ein Stratege die Flucht in Cash jetzt für "den schlechtesten Plan" hält


Wieso ein Stratege die Flucht in Cash jetzt für "den schlechtesten Plan" hält

Die gegenwärtige, durch die Corona-Pandemie geprägte Marktphase stellt so manchen hartgesottenen Anleger auf die Probe - zahlreiche Investoren zogen sich bereits aus den Aktienmärkten zurück. Doch die Flucht in Cash soll gerade der falsche Weg sein, meint nun ein Stratege.

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• Anleger mit Sorgenfalten
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Das Corona-Crash-Quartal schickte die Börsen weltweit auf Talfahrt - kürzlich verzeichnete Allzeithochs schmolzen am Ende des längsten Bullenmarktes einfach dahin. Inzwischen sind zahlreiche Indizes wieder etwas gestiegen, jedoch ist an den Aktienmärkten derzeit eine erhöhte Volatilität auszumachen. Es scheint, als versuchten Anleger, sich in diesen turbulenten Zeiten zu positionieren.

Invesco-Stratege: Flucht in Cash kein guter Plan

Doch statt sich aus ihren Investments zurückzuziehen oder hier und da Gewinne mitzunehmen, sollte eine andere Vorgehensweise verfolgt werden, meint Brian Levitt, Marktstratege bei Invesco. "Was wäre, wenn die Anleger, anstatt in den turbulenten Zeiten in Bargeld zu flüchten, stattdessen nach jedem der schlimmsten Markttage mehr Geld investieren würden", wirft er in einer Notiz auf, die MarketWatch vorliegt.

Buy the Dip: Hypothetische Investitionssituation

Mittels eines Diagramms stellt er darin eine hypothetische Situation dar, die zwei Investoren beinhaltet. Der eine investiert nach jedem der 20 schlimmsten Tage in den Jahren 2008 und 2009 immer wieder 5.000 US-Dollar. Der andere lässt sich die Kaufgelegenheit entgehen. Aus seinem Beispiel geht hervor, dass der erste Anleger Ende 2019 schließlich 300.000 US-Dollar mehr gehabt hätte.

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Volatilität bleibt bestehen

In den vergangenen Handelswochen kam es immer wieder zu Erholungstendenzen - doch die Märkte reagierten empfindlich auf verschiedene Meldungen. Die Unsicherheit über die endgültigen Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft bleibt hoch, somit auch die Volatilität. "Der Punkt ist, dass die nächsten Wochen wahrscheinlich mehr Unsicherheit und anhaltende Volatilität in die Märkte bringen werden", zitiert MarketWatch aus Levitts Kundenmitteilung. Die turbulente Phase an der Börse solle daher eher als Einstiegsgelegenheit gesehen werden: "Die Geschichte erinnert uns daran, dass es besser war, in den besten Tagen an den Märkten zu sein und nach den schlechtesten Tagen sogar die Portfolios aufzustocken", erklärt der Stratege. Dementsprechend werde Invesco das bisherige Investment in dem 4,5 Billionen schweren Geldmarkt noch weiter befeuern. So zumindest das Bauchgefühl von Levitt.

Wie es in den nächsten Tagen und Wochen an den Börsen weitergeht, dürfte nach wie vor maßgeblich davon beeinflusst werden, wie sich die Ausweitung der COVID-19-Erkrankungen fortsetzt und ob das stark eingeschränkte öffentliche Leben allmählich wieder hochgefahren werden kann. Die US-Investmentbank JPMorgan entdeckte jüngst in der erhöhten Volatilität positive Signale.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: SergeyP / Shutterstock.com

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