'Cum-Ex'-Prozess in Bonn: Angeklagter erklärt sich ausführlich


BONN (dpa-AFX) - In einem "Cum-Ex"-Prozess vor dem Landgericht Bonn um den mutmaßlichen Steuerbetrug von mehr als 100 Millionen Euro hat sich der Angeklagte am Mittwoch ausführlich geäußert. Der 63-jährige einstige Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft der Hamburger Privatbank MM Warburg habe sich in dem Verfahren an mehreren Tagen "umfangreich eingelassen", kommentierte eine Gerichtssprecherin Angaben des Senders WDR. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, einen Steuerschaden von 109 Millionen Euro verursacht zu haben. Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt (Az. 62 KLs 3/20).

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Bei "Cum-Ex"-Geschäften schoben Banken, Investoren und Fonds rund um den Dividendenstichtag Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch hin und her. Das Ziel: Steuern erstattet bekommen, die gar nicht gezahlt worden waren. Der Staat büßte dadurch Schätzungen zufolge einen zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag ein. In der Cum-Ex-Affäre gibt es bereits mehrere Urteile.

/tob/DP/jha

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