Dämpfer

BASF-Aktie und Covestro-Aktie verlieren: Morgan Stanley-Studie belastet Chemiebranche - BASF baut in China Anlage für Neopentylglykol -Herstellung


BASF-Aktie und Covestro-Aktie verlieren: Morgan Stanley-Studie belastet Chemiebranche - BASF baut in China Anlage für Neopentylglykol -Herstellung

Die am Vortag in der deutschen Chemiebranche spürbare Euphorie wegen der Vorschläge zur Gaspreisbremse wird am Dienstag schon wieder gedämpft.

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Eine pessimistisch klingende Branchenstudie von Morgan Stanley kostete die Aktien wieder einen Teil der üppigen Vortagsgewinne.

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Für die DAX-Papiere von BASF und Covestro sowie jene der MDAX-Mitglieder LANXESS und WACKER CHEMIE geht es zeitweise um mehr als zwei Prozent bergab. So verlor die BASF-Aktie schlussendlich 3,99 Prozent auf 41,47 Euro und die Covestro-Aktie um 3,52 Prozent auf 32,10 Euro.

Evonik fielen auch um 3,31 Prozent, nachdem sie von Morgan Stanley auf "Equal-weight" abgestuft wurden.

Nach sechs Quartalen mit Rückenwind scheine sich das Momentum für die Chemiebranche zu drehen, schrieb Analyst Charles Webb in seiner Studie. Die Nachfrage ebbe ab, Lagerbestände würden abgebaut und es gebe Druck auf die Margen.

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Die Hoffnung vollständig aufgeben will er aber nicht: Eine Menge sei bereits eingepreist, sodass es bis Jahresende durchaus taktisches Erholungspotenzial gebe. Zu Evonik schrieb er, dass die Aktie mittlerweile kein außerordentliches Kurspotenzial mehr biete.

Am Vortag waren Aktien aus dem Chemiesektor, der als besonders energieintensiv gilt, noch von den Vorschlägen der Expertenkommission Gas und Wärme angetrieben worden. An der DAX-Spitze waren Covestro letztlich um 8,2 Prozent angezogen und BASF um mehr als sechs Prozent.

Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs hält die beiden DAX-Konzerne angesichts der Vorschläge für die wohl größten Profiteure unter den deutschen Chemiekonzernen.

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BASF baut Neopentylglykol-Anlage in China

BASF baut in China eine neue Anlage für die Herstellung von Neopentylglykol (NPG). Die Anlage soll jährlich 80.000 Tonnen NPG am neuen BASF-Verbundstandort in Zhanjiang, China, produzieren, wie der Chemiekonzern mitteilte. Damit will BASF der wachsenden Nachfrage von Kunden in China, dem weltweit größten Chemiemarkt, Rechnung tragen.

In Betrieb genommen werden soll die neue Anlage im vierten Quartal 2025. Dadurch erhöht sich BASFs NPG-Produktionskapazität weltweit auf 335.000 Tonnen pro Jahr von 255.000 Tonnen.

NPG ist laut Mitteilung ein chemisches Zwischenprodukt, zum Beispiel bei der Herstellung von Pulverlacken, die besonders in der Bauindustrie und bei der Beschichtung von Haushaltsgeräten zum Einsatz kommen. Durch den Einsatz von Pulverlacken lassen sich laut BASF die Freisetzung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) um bis zu 50 Prozent reduzieren und Emissionsnormen leichter einhalten. Daneben wird NPG für Schmiermittel, Weichmacher und Arzneimittel verwendet, zum Beispiel als chemischer Baustein bei der Synthese von Hormonen, Herz-Kreislauf-Medikamenten und Schmerzmitteln.

BASF stellt NPG bereits in Ludwigshafen, Freeport/USA, sowie in Nanjing und Jilin in China her.

FRANKFURT (dpa-AFX / Dow Jones)

Bildquellen: BASF SE, BASF SE

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06.07.26 BASF Outperform Bernstein Research
02.07.26 BASF Buy Goldman Sachs Group Inc.
30.06.26 BASF Hold Jefferies & Company Inc.
25.06.26 BASF Hold Jefferies & Company Inc.
23.06.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.