DAX erholt sich nur teils von Tagestief - Leitindex rutscht aber unter 25.000 Punkte
Der DAX ist am Donnerstag unter die Marke von 25.000 Punkten gerutscht, kann sich von seinem Tagestief inzwischen aber wieder etwas erholen.
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Zum Handelsstart ging es für den DAX 0,56 Prozent auf 25.058,08 Punkte nach unten. Im Anschluss unterschritt der Leitindex dann die psychologisch wichtige 25.000er-Marke und bewegte sich in Richtung 24.800 Punkte auf den tiefsten Stand seit Ende Juli zu. Von seinem Tagestief konnte er sich zwar erholen, schloss aber immer noch mit einem kräftigen Abschlag von von 1,03 Prozent bei 24.939,35 Punkten.
Vorgaben nach Micron-Bilanz uneindeutig
Tech-Werte blieben international im Fokus wegen des Chipkonzerns Micron, der nach US-Börsenschluss einen starken Ausblick abgab, aber auch vor steigenden Kosten warnte. Die Reaktion bei Micron selbst blieb zwar erst einmal mau, doch die technologielastigen Börsen in Japan und Südkorea schafften es am Donnerstag ins Plus.
Ölpreis bleibt Taktgeber
Inflationssorgen, die tags zuvor hochgekocht waren, wurden im Handelsverlauf durch erneut kräftig steigende Ölpreise befeuert. Das wiederum weckt zunehmend Sorgen vor steigenden Leitzinsen.
Anleiherenditen als Zünglein an der Waage
Belastend wirkte weiter der ungebremste Anstieg der Renditen an den Anleihemärkten, vor allem in den USA. Vor allem in den längerfristigen Terminen ging es nach oben: Mit 5,34 Prozent erreichte die 10-jährige US-Staatsanleihe neue Dekadenhochs. Treiber war weiter der negative Mix aus Inflationsdruck, Staatsverschuldung und zu hoher Kapitalnachfrage für KI-Investitionen.
Hohe Inflationszahlen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern hatten am Mittwoch für Verluste im DAX gesorgt. Den Monat September beendete der Leitindex schließlich mit einem insgesamt vierprozentigen Verlust und war dabei tags zuvor auch noch unter die für den mittel- bis langfristigen Trend wichtige 100-Tage-Linie gesackt.
Letzte DAX-Rekorde
Am 28. August hatte der DAX sein letztes Allzeithoch auf Intraday-Basis bei 26.618,74 Punkten erreicht. Am selben Tag erreichte er einen Rekord auf Schlussbasis bei 26.569,99 Zählern.
Alexandra Hesse, Thomas Zoller, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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