Hohe Ölpreise und Anleiherenditen vs. bessere KI-Stimmung: DAX trotzt schwierigem Umfeld
Am Aktienmarkt bleiben die Augen der Anleger am Dienstag auf die steigenden Ölpreise und den anhaltenden Ausverkauf an den Anleihemärkten gerichtet.
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Zum Handelsstart notierte der DAX auf der höhe des Vortagesschlusses bei 25.374,34 Punkten. Inzwischen setzen sich die Käufer durch.
Bessere Stimmung im KI-Sektor sorgt am Dienstag wieder für grüne Vorzeichen. So scheinen Anleger vermehrt auf den anstehenden Mega-Börsengang von Claude-Entwickler Anthropic zu schauen, was im Tech-Sektor wieder zu Gewinnen führt.
Hoffnung auf baldiges Ende des Nahost-Konflikts schwinden: Ölpreis zieht an
Die Ölpreise steigen derzeit wieder, während der Optimismus hinsichtlich eines baldigen diplomatischen Durchbruchs im Krieg zwischen den USA und dem Iran nachlässt. Von ölpreisbedingten Inflationssorgen angetrieben hatten zunehmende Wetten auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed am Montag die Renditen von amerikanischen Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs getrieben.
Schwächster Börsenmonat macht seinem Ruf alle Ehre
Der Marktbeobachter Stephen Innes stellt sich die Frage, wie lange das US-Wirtschaftswachstum höhere Zinsen und Ölpreise noch ausgleichen kann, während "das Aktienpolster nicht mehr weiter wächst". Neben dem DAX steuert auch der New Yorker Dow Jones Industrial mit Einbußen größer drei Prozent auf einen überdurchschnittlich schwachen September zu.
US-Arbeitsmarkt und Konjunkturdaten im Blick
Auf Konjunkturseite richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf zwei Termine am Freitag: den US-Arbeitsmarktbericht und die Verbraucherpreisdaten aus der Europäischen Union. Beide gelten als wichtige Weichensteller für den geldpolitischen Kurs der Notenbanken. Bereits am Mittwoch und Donnerstag stehen zahlreiche Einkaufsmanagerindizes aus Asien, den USA und Europa an, die als zentrale Frühindikatoren für die wirtschaftliche Stimmung gelten.
Letzte DAX-Rekorde
Am 28. August hatte der DAX sein letztes Allzeithoch auf Intraday-Basis bei 26.618,74 Punkten erreicht. Am selben Tag erreichte er einen Rekord auf Schlussbasis bei 26.569,99 Zählern.
Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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