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Ölpreis-Sorgen belasten, Fed stützt: DAX schließt freundlich - 25.000er-Marke übersprungen


Ölpreis-Sorgen belasten, Fed stützt: DAX schließt freundlich - 25.000er-Marke übersprungen

Nach dem heftigen Rückschlag zur Wochenmitte zeigte sich der deutsche Leitindex am Donnerstag fester. Die Unsicherheiten um den Iran-Krieg bleiben aber bestehen.

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Der DAX begann den Handelstag mit einem Gewinn von 0,8 Prozent bei 25.097,48 Punkten. Nachdem er am Mittag kurzzeitig unter die Nulllinie fiel, konnte das Börsenbarometer die Verluste wettmachen und die psychologisch wichtige 25.000er-Marke übersteigen. Letztlich schloss er 0,89 Prozent höher bei 25.118,27 Punkten.

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DAX-Rekordlauf vorerst abgebrochen

Bis zum Wochenbeginn am Montag hatte der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom Wochenstart und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Montags-Schlusskurs von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.

Neue Iran-Eskalation belastet

Belastet wird die Stimmung nun seit Mittwoch von der erneuten Eskalation im Nahen Osten. Sie schürte erneut Sorgen vor steigenden Ölpreisen sowie vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur.

Die USA haben im Streit mit dem Iran um die Straße von Hormus in zweiter Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik bombardiert. Es seien entlang der iranischen Küste rund 90 militärische Ziele, darunter Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenlager getroffen worden, teilte das US-Militär mit. Irans Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht des Landes - griffen nach eigenen Angaben im Gegenzug erneut US-Stützpunkte in den beiden mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain an. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran noch heftigere Angriffe an.

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Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb in einer Lage-Analyse, der Iran sei bereit, sich auf einen umfassenden Konflikt mit den USA einzulassen, sollte dies zur Sicherung seiner Kontrolle über die Straße von Hormus nötig sein. Laut Experten ist die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge Irans stärkstes wirtschaftliches und militärisches Druckmittel.

Zwiespältige Signale: Neue Angriffe trotz Trumps Hoffnung auf ein Rahmenabkommen

"Monatelang entwickelte sich der Irankonflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die jüngsten Entwicklungen. "Das geopolitische Risiko hat spürbar zugenommen."

Die Signale bleiben zwiespältig, wie bereits vor der inzwischen von US-Präsident Donald Trump für beendet erklärten Waffenruhe. Denn einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits wolle der Iran laut Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten.

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Fakt ist: Die Ölpreise sind seit Montag kräftig gestiegen - und mit ihnen die Sorgen vor dadurch bedingtem Preisauftrieb und einer Zinsreaktion der Notenbanken.

US-Vorgaben und Fed-Protokoll stützen

Stützend wirken hingegen die Vorgaben der Wall Street, wo die Tendenz am Mittwoch und auch im bisherigen Donnerstagshanddel insgesamt behauptet war. Dazu kommt, dass die Ölpreise nach dem Aufwärtsschub am Vortag erst einmal zum Stillstand gekommen sind. Und schließlich brachte das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung keine wesentlichen neuen Erkenntnisse, und somit auch kein Störfeuer. Die Geldpolitiker waren sich weitgehend einig, die Zinsen zunächst auf dem aktuellen Niveau zu belassen und sie senken zu können, falls der Inflationsdruck nachlasse.

Carolin Ludwig, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Benedict Kurschat, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, PhotoGranary02 / Shutterstock.com

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