Ölpreise gehen zurück: DAX dreht am Freitag auf - US-Inflationsdaten im Blick
Der DAX ließ sich vor dem Wochenende nicht von Ölpreisen und entsprechenden Inflationssorgen ausbremsen.
Werte in diesem Artikel
Der DAX erholte sich am Freitag trotz weiter hohen Ölpreisen und entsprechenden Inflationssorgen. Zum Sitzungsstart lag der Leitindex 0,46 Prozent im Plus bei 25.478,99 Punkten und zeigte sich auch im Anschluss deutlich im Plus, bevor er sich 0,82 Prozent stärker bei 25.568,56 Punkten ins Wochenende verabschiedete.
Aus Übersee kam zunächst keine Unterstützung für die hiesigen Märkte. In New York weiteten die wichtigsten Indizes am Donnerstag nach dem europäischen Handelsende ihre Verluste noch etwas aus - aktuell lässt sich hier aber eine Stabilisierung beobachten. In Asien dominierten zuletzt die Verluste, insbesondere bei den technologielastigen Leitindizes in Tokio und Seoul.
Ölpreise schüren Inflationssorgen
Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent war in der Nacht mit weiteren Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus sowie Gefechten zwischen jemenitischen Huthi-Milizen und saudisch unterstützten Kräften deutlich gestiegen und der Marke von 110 US-Dollar nahegekommen. Zuletzt gab er indes wieder deutlicher nach.
"Wenn die Ölpreise und Anleiherenditen nicht vom Berg zurückkommen, muss die Risikoprämie ihnen nachsteigen", erklärte Marktexperte Stephen Innes den aktuellen "Makro-Stress", den die Anleger nicht mehr so leicht ignorieren könnten. Was er meint: Aktien werden im Vergleich zu vermeintlich sichereren Anlagen unattraktiver und die Investoren müssen sich den veränderten Risiken anpassen, auch durch Abbau von Aktienpositionen.
EZB mit zweiter Zinserhöhung in diesem Jahr - US-Inflation im Blick
Erst tags zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer zweiten Zinserhöhung in diesem Jahr auf den Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs reagiert. In der kommenden Woche wird von der US-Notenbank Fed eine ähnliche Maßnahme befürchtet. Umso wichtiger wurden die amerikanischen Inflationsdaten an diesem Freitagnachmittag.
Dabei hat der Inflationsdruck in den USA im August wie erwartet auf dem Vormonatsniveau stagniert. So stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 3,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Letzte DAX-Rekorde
Am 28. August hatte der DAX sein letztes Allzeithoch auf Intraday-Basis bei 26.618,74 Punkten erreicht. Am selben Tag erreichte er einen Rekord auf Schlussbasis bei 26.569,99 Zählern.
Julia Walter, Melanie Schürmann, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
Ausgewählte Hebelprodukte auf Ölpreis (Brent)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Ölpreis (Brent)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Stonel / Shutterstock.com, Pavel Ignatov / Shutterstock.com