Neue Bestmarken: DAX weiter auf Rekordjagd - 26.000-Punkte-Marke im Visier

Nachdem der deutsche Leitindex am Donnerstag und Freitag neue Rekordstände erreicht hat, geht es in langsamem Tempo weiter nach oben und zu neuen Hochs.
Der DAX begann die Woche 0,13 Prozent höher bei 25.811,90 Punkten. Danach setzte sich das Börsenbarometer etwas nach oben ab und erreichte bei 25.900,10 Zählern einen neuen Rekordstand. Damit nimmt er nun sogar die 26.000er-Marke ins Visier. Am Mittag hält sich der DAX im Plus, wenn auch knapp.
DAX-Rekordlauf in der vergangenen Woche
Am Freitag hatte der DAX letztlich um 0,78 Prozent auf 25.779,31 Indexpunkte zugelegt und damit so hoch wie nie zuvor geschlossen. Zuvor hatte er im Handelsverlauf zudem bei 25.826,78 Zählern eine neue Bestmarke erreicht.
Ausbruch nach oben nicht nachhaltig?
Manch ein Analyst zweifelt indes, dass das in nächster Zeit so weiter geht. Charttechniker Christoph Geyer spricht von einem inzwischen überkauften Markt, während Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank auf die zuletzt "relativ schwachen Umsätze" verweist. Diese setzten ein Fragezeichen hinter der Nachhaltigkeit des DAX-Ausbruchs.
Gesunde Vorgaben vom S&P 500 ex KI: Exportlastiger DAX profitiert von steigender Marktbreite
Die steigende Marktbreite weg von den wenigen KI-Aktien kommt indes gut an. Besonders der exportlastige DAX-Index folgt den gesunden Vorgaben des S&P 500 ex KI-Aktien. Marktteilnehmer beobachten diesen genau, da die großen Indizes allesamt durch die enorme Gewichtung der KI-Aktien verzerrt sind.
Allerdings sei die jüngste Erholung in den Sektoren Gesundheitswesen, Industrie und Finanzen "noch nicht genug, um eine gesunde Rotation auszurufen", meint Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management: "Eine echte Rotation ist, wenn Kapital von einem Teil des Marktes in einen anderen fließt, ohne die Möbel zu verrücken. Was wir letzte Woche sahen, fühlte sich eher so an, als ob alle gleichzeitig einen überfüllten Raum verlassen und hoffen, dass der Flur breit genug ist".
Entspannung im Geopolitik-Konflikt: Ölpreis gibt nach angekündigter OPEC-Fördererhöhung nach
Etwas ruhiger ist es um den Iran-US-Krieg geworden. Beim Öl schlagen mittlerweile sogar wieder OPEC-Meldungen durch. So gibt der Ölpreis nach der Ankündigung, die Fördermenge erneut zu erhöhen, nach.
Carolin Ludwig, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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