Inflationsdaten im Fokus: DAX gibt anfängliche Gewinne wieder ab und schließt deutlich im Minus
DAX fiel nach zunächst starkem Start in rotes Terrain. Schwache Inflationsdaten aus der Eurozone belasteten die Stimmung.
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Der DAX war mit einem Aufschlag von 0,36 Prozent bei 25.490,67 Punkten in den Mittwochshandel gegangen. Nachdem er sich zunächst weiter nach oben absetzte, wurden Anleger aber wieder vorsichtiger, der Leitindex rutschte in die Verlustzone. Letztlich schloss er 0,79 Prozent schwächer bei 25.199,19 Punkten.
Halbleiterwerte bleiben im Anlegerfokus
In Asien prägten vor allem Kursgewinne im Halbleitersektor das Geschehen. US-Präsident Donald Trump hatte neue Bundesvorschriften zur KI abgelehnt, nachdem er sich im Weißen Haus mit führenden Vertretern der Branche getroffen hatte - und dies vor dem Hintergrund wachsender weltweiter Bedenken hinsichtlich der von dieser Technologie ausgehenden Gefahren.
Nach einem Mittagessen mit fast zwei Dutzend Führungskräften aus dem Silicon Valley, darunter den Firmenchefs von Anthropic und NVIDIA, sagte Trump, die bestehenden Gesetze reichten aus, um die Amerikaner vor den potenziellen Risiken der künstlichen Intelligenz zu schützen.
Preisdruck wächst
Schwache Inflationsdaten aus der Eurozone haben die Börsenstimung in Europa am Mittwoch belastet. Auf die Teuerungsdaten aus Spanien am Vortag waren Daten aus Frankreich, Italien und Deutschland gefolgt. Allesamt liegen weit über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent für den gesamten Währungsraum anstrebt. Daher dürfte die EZB wohl zur Überzeugung kommen, nochmals an der Zinsschraube zu drehen, was der Markt entsprechend einpreise, hieß es seitens der Helaba. "Zum Ende des Jahres sei eine Zinserhöhung vollständig eingepreist, im ersten Quartal eine weitere", schrieben sie.Der Inflationsdruck in Deutschland hat im September wie erwartet zugenommen. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lag um 3,3 (August: 2,9) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das entsprach genau der Prognose der von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte.
Anleiherenditen, Ölpreise, Zinsen - was sonst noch wichtig ist
Auf der Schattenseite bleiben für die Anleger auch die Ölpreise - die tags zuvor auf hohem Niveau allerdings ein gutes Stück gesunken waren - und Anleiherenditen.
Letzte DAX-Rekorde
Am 28. August hatte der DAX sein letztes Allzeithoch auf Intraday-Basis bei 26.618,74 Punkten erreicht. Am selben Tag erreichte er einen Rekord auf Schlussbasis bei 26.569,99 Zählern.
Alexandra Hesse, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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