Wochenminus: Welche Faktoren den DAX am Freitag unterstützt und ausgebremst haben
Nach seiner gestrigen Erholung kam der DAX zum Wochenausklang letztlich nicht aus dem Minus. Trotz neuer Höchststände ist die Wochenbilanz negativ.
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Nach der Kurserholung am Donnerstag tat sich der DAX zum Wochenschluss schwer. Der Leitindex eröffnete die Sitzung am Freitag etwas tiefer und rückte zeitweise mit großer Mühe knapp in die Gewinnzone vor. Der Handel verlief in einer engen Range. Letztlich schloss das Barometer 0,2 Prozent niedriger bei 25.067,09 Punkten. Die Vorgaben waren durchwachsen angesichts erholter Aktienmärkte in Asien bei andererseits wieder etwas höheren Ölpreisen.
DAX-Rekordlauf vorerst abgebrochen
Bis zum Wochenbeginn am Montag hatte der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom Wochenstart und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Schlusskurs vom 06. Juli von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.
Negativer Wochenabschluss voraus
Die Wochenbilanz ist nach dem wieder im Fokus stehenden Iran-Krieg und den damit einhergehenden deutlich gestiegenen Ölpreisen klar negativ, obwohl der DAX am Montag zunächst noch ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Nach zwischenzeitlichem Rückschlag bis auf 24.830 Punkte konnte er sich aber immerhin etwas fangen und sich wieder über die 21-Tage-Linie retten.
Konflikt zwischen USA und Iran: Diplomatische Lösung in Arbeit
Trotz aller Angriffe arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Derweil berichteten US-Medien, dass Israel die US-Regierung vor einem Mordkomplott der Mullahs gegen US-Präsident Donald Trump gewarnt hat.
Inflationsdruck in Deutschland lässt nach
Für etwas Entlastung konnte der nachlassende Inflationsdruck in Deutschland sorgen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte, sank der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und lag nur noch um 2,4 (Mai: 2,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der nationale Verbraucherpreisindex sank um 0,3 Prozent und überstieg das Vorjahresniveau um 2,3 (2,6) Prozent. Die Kerninflationsrate blieb bei 2,5 Prozent. Damit bestätigten die Statistiker die Ergebnisse der Vorabschätzung.
Alexandra Hesse, Benedict Kurschat, Melanie Schürmann, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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