Defizit in der US-Handelsbilanz steigt im April spürbar
Von Harriet Torry
WASHINGTON (Dow Jones)--Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im April spürbar gestiegen, da die Exporte inmitten der Pandemie stärker fielen als die Importe. Das Defizit betrug nach vorläufigen Berechnungen 49,41 Milliarden Dollar nach revidiert 42,34 (vorläufig: 44,42) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 50,00 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Exporte sanken zum Vormonat um 20,5 Prozent auf 151,28 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 200,69 Milliarden Dollar erreichten, ein Rückgang von 13,7 Prozent.
Viele Ökonomen und Führungskräfte der Wirtschaft erwarten, dass sich der Welthandel, sofern es nicht zu einer zweiten Infektionswelle kommt, wieder beleben wird, wenn die Pandemie-Beschränkungen gelockert werden und die Verbrauchernachfrage wieder anzieht.
Unterdessen sind jedoch die Spannungen zwischen den USA und China, den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, in den jüngsten Wochen gestiegen, insbesondere wegen des Umgangs Pekings mit der Pandemie und der Entscheidung von Präsident Donald Trump, die Beziehungen zu Hongkong herabzustufen, nachdem China das Gebiet einem nationalen Sicherheitsgesetz unterworfen hat.