Deutsche Arbeitskosten steigen im ersten Quartal spürbar


Von Andreas Plecko

WIESBADEN (Dow Jones)--Die Arbeitskosten in Deutschland sind im ersten Quartal 2022 spürbar gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, erhöhten sie sich um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Kalenderbereinigt lagen sie um 4,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

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Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen und werden in Relation zu den geleisteten Stunden ausgewiesen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 4,3 Prozent, die Lohnnebenkosten stiegen um 5,3 Prozent.

Europaweite Ergebnisse liegen aktuell für das vierten Quartal 2021 vor. Danach verteuerte sich eine Stunde Arbeit im Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,6 Prozent. Deutschland lag mit 2,5 Prozent knapp unter der durchschnittlichen Entwicklung in der EU.

In Griechenland (minus 2,1 Prozent) und Portugal (minus 0,9 Prozent) war der Arbeitskostenindex im betrachteten Zeitraum rückläufig. Auf der anderen Seite wiesen Litauen (plus 17,8 Prozent), Bulgarien (plus 11,7 Prozent), die Slowakei (plus 11,0 Prozent) sowie Polen und Ungarn (plus 10 Prozent) die höchsten Arbeitskosten-Wachstumsraten in der EU auf.

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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/jhe

(END) Dow Jones Newswires

June 09, 2022 02:18 ET (06:18 GMT)

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