Deutsche Produktion sinkt im Januar um 2,5 Prozent
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands hat sich im Januar weitaus schwächer als erwartet entwickelt - allerdings von einem deutlich nach oben revidierten Vormonatsniveau aus. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank sie gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent und lag um 3,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem sie im Dezember um 1,0 Prozent darüber gelegen hatte
Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von 0,2 Prozent prognostiziert. Die für Dezember gemeldete Stagnation wurde auf ein Plus von 1,9 Prozent revidiert. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, war die Produktion um 4,2 Prozent niedriger.
Die Industrieproduktion im engeren Sinne sank im Januar auf Monatssicht um 0,5 (plus 1,6) Prozent. Die Erzeugung von Vorleistungsgütern erhöhte sich um 0,7 (plus 2,7) Prozent, die von Konsumgütern sank um 3,0 (plus 2,5) Prozent. Die Produktion von Investitionsgütern verringerte sich um 0,8 (plus 0,3) Prozent. Die Bauproduktion nahm um 12,2 (plus 5,4) Prozent ab, während die Energieproduktion um 0,6 (minus 1,8) Prozent anzog.
Nach Aussage des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) war der Produktionsrückgang in der Industrie vor allem auf Engpässe bei Halbleiter-Produkten in der Kfz-Industrie zurückzuführen, während die Produktion im Maschinenbau stieg. "Der weitere Ausblick für die Industriekonjunktur bleibt zunächst neutral", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Eine kräftige Auslandsnachfrage stehe hierbei den Belastungen durch das allgemeine Pandemiegeschehen gegenüber. Jüngste Stimmungsindikatoren signalisierten Zuversicht für die weitere Entwicklung.
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March 08, 2021 02:15 ET (07:15 GMT)