Deutsche Produktion steigt im Februar um 0,2 Prozent


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands ist im Februar wie erwartet leicht gestiegen, allerdings auf Basis eines deutlich nach unten revidierten Vormonatsniveaus. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte sich die Produktion gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und lag arbeitstäglich bereinigt um 3,2 (Januar: 1,1) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

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Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von 0,2 Prozent prognostiziert. Der ursprünglich für Januar gemeldete Produktionsanstieg von 2,7 Prozent wurde allerdings auf nur noch 1,4 Prozent revidiert.

Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, lag die Produktion im Februar saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent niedriger.

Die Industrieproduktion im engeren Sinne erhöhte sich im Februar auf Monatssicht um 0,1 (plus 0,6) Prozent. Die Erzeugung von Vorleistungsgütern nahm um 0,5 (plus 0,6) Prozent zu und die von Konsumgütern um 4,4 (plus 1,7) Prozent. Die Produktion von Investitionsgütern war dagegen um 2,0 (plus 0,2) Prozent rückläufig. Die Bauproduktion sank um 0,7 (plus 5,9) Prozent, während die Energieproduktion um 4,9 (minus 0,7) Prozent stieg.

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Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums nahm die pharmazeutische Produktion um 15,6 Prozent zu, wohinter die wieder gesteigerte Impfstoffherstellung gestanden haben dürfte. Im Maschinenbau nahm die Produktion dagegen um 2,1 Prozent ab und im Bereich Kfz und Kfz-Teile um 1,3 Prozent.

Das Ministerium erklärte, in den Daten sei praktisch noch kein Effekt der russischen Invasion der Ukraine enthalten. "Seit Kriegsbeginn hat sich die Unsicherheit über den weiteren konjunkturellen Verlauf massiv erhöht. Es ist davon auszugehen, dass der Krieg die Erholung der Industriekonjunktur zunächst bremsen wird", heißt es in der Veröffentlichung.

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