Deutscher Einkaufsmanagerindex im September höher als erwartet
Von Hans Bentzien
FRANKFURT Dow Jones)--Das Wachstum der deutschen Privatwirtschaft hat sich im September entgegen den bisherigen Annahmen nicht abgeschwächt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg in zweiter Veröffentlichung auf 54,7 (August: 54,4) Punkte. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten erwartet, dass IHS Markit das Ergebnis der ersten Veröffentlichung bestätigen würde, das einen Rückgang auf 53,7 Zähler ergeben hatte.
Wesentliche Ursache war die unerwartet robuste Entwicklung des Servicesektors, dessen PMI in zweiter Veröffentlichung nur auf 50,6 (52,5) Punkte nachgab. In erster Veröffentlichung waren 49,1 Punkte gemeldet worden.
Der Optimismus der Dienstleister im Hinblick auf die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist schwächte sich den zweiten Monat in Folge leicht ab. Generell zeigten sich die Teilnehmer hoffnungsvoll, dass die Corona-Eindämmungsmaßnahmen weiter gelockert werden und sich damit auch die Nachfragesituation in den kommenden zwölf Monaten erholen werde. Gleichwohl fiel die Zuversicht so niedrig aus wie seit Juni nicht mehr, da die Infektionszahlen in Europa und Deutschland wieder steigen.