Deutschland: Erzeugerpreise steigen schwächer dank fallender Ölpreise


WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise im Juni dank eines Rückgangs der Ölpreise abgeschwächt. Die Erzeugerpreise legten im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Von Bloomberg befragte Experten hatten dies im Schnitt erwartet.

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Im Mai waren die Erzeugerpreise im Jahresvergleich noch um 2,2 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit Mai 2023 nicht mehr, nachdem der Krieg zwischen den USA und China und eine Blockade von Öltransporten durch Straße von Hormus den Rohstoff verteuert hatte. Nach einem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran waren die Ölreise im Juni hingegen deutlich gefallen.

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte misst die Entwicklung der Preise im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft für Produkte von Herstellern - bevor diese in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise wirken sich in der Regel zeitverzögert auch auf die Verbraucherpreise aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Währungsraum auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an.

Im Vergleich zum Vormonat gingen die Erzeugerpreise im Juni um 0,3 Prozent zurück. Auch das war von Analysen erwartet worden. Die Energiepreise sanken im Monatsvergleich um 1,8 Prozent, wie das Bundesamt weiter mitteilte./jkr/nas

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