Deutschland und Dänemark vereinbaren engere Energie-Zusammenarbeit


KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der europäischen Energiekrise wollen Deutschland und Dänemark in der Energiepolitik noch enger zusammenarbeiten. Dazu unterzeichnete Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Freitag in Kopenhagen gemeinsam mit ihrem dänischen Amtskollegen Jeppe Kofod einen Aktionsplan, in dem etwa eine stärkere Kooperation in der Wasser- und Windkraft und in Bezug auf die CO2-Lagerung festgehalten ist. Baerbock nannte den Aktionsplan ein "ganz ambitioniertes Programm" und erklärte: "Diese Zukunftspartnerschaft ist nichts anderes als eine Investition in zukünftige Generationen."

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Dänemark sei mit seinem Anteil von erneuerbaren Energien an der Netto-Stromerzeugung von 70 Prozent ein Vorbild für Deutschland. "Wenn wir unsere Kräfte bündeln, ist da noch viel mehr möglich." Als Beispiel nannte Baerbock den Ausbau der Offshore-Windkraft in der Nord- und Ostsee.

Im dänischen Esbjerg hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sich im Mai mit seinen Amtskollegen aus Dänemark, Belgien und den Niederlanden darauf verständigt, die Offshore-Leistung der vier Staaten bis 2030 zu vervierfachen und bis 2050 zu verzehnfachen. Bei einem Gipfeltreffen auf der Insel Bornholm wollen Vertreter der Ostsee-Anrainerstaaten am kommenden Dienstag ebenfalls über eine engere Energie-Zusammenarbeit beraten.

Grüner Strom und Wasserstoff sollten "zentrale Anker für ein klimaneutraleres und souveräneres Europa" werden, sagte Außenministerin Baerbock mit Blick auf die Kooperation. Auch etwa in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, bei der Digitalisierung, im Gesundheitsbereich und beim Klimaschutz wollen Deutschland und Dänemark künftig stärker zusammenarbeiten.

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