DIHK unterstützt Subventionsverbot für fossile Energien
BERLIN (Dow Jones)--Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat an die EU appelliert, sich für ein Ende klimaschädlicher Staatshilfen einzusetzen. Im Kampf gegen den Klimawandel könnte ein Verbot von Subventionen für den Abbau und Einsatz fossiler Energieträger in den Staaten der Welthandelsorganisation (WTO) "geprüft werden", heißt es in einem neuen Impulspapier für die neue EU-Handelsstrategie. Grundsätzlich müssten die Nachhaltigkeitsfragen global gelöst werden.
Im Streit um eine mögliche CO2-Grenzausgleichssteuer setzt der DIHK auf eine Abstimmung im Rahmen der WTO, um mögliche Handelsverwerfungen zu verhindern. Zudem seien umfassende EU-Freihandelsabkommen mit fortschrittlichen Energie- und Nachhaltigkeitskapiteln "wichtig", heißt es in dem Papier. Als "Top-Prioritäten" bezeichnet der DIHK darin weiterhin eine Umsetzung des Abkommens mit den Mercosur-Staaten, aber auch Fortschritte beim Investitionsabkommen mit China sowie die Vernetzung mit Indien und Südostasien.
"Einschränkungen im globalen Handel treffen insbesondere die stark exportorientierten deutschen Unternehmen ins Mark", erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Für 2020 rechnet der Verband mit einem Rückgang der deutschen Exporte von deutlich mehr als 10 Prozent.
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September 21, 2020 05:44 ET (09:44 GMT)