DIW will verbindliche Ziele für energetische Gebäudesanierung


BERLIN (Dow Jones)--Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat mit Blick auf vom Europaparlament beratene neue Mindestenergiestandards, die Gebäude schrittweise erreichen müssen, verbindliche Ziele angemahnt. "Zusätzlich ist eine verbindliche Zielvorgabe für die jährliche Rate der energetischen Gebäudesanierung notwendig", erklärte das Institut. So könnten vor allem einkommensschwache Haushalte nachhaltig vor Energiekostenschocks geschützt werden. Zudem könnten Gaseinsparungen erreicht werden, im Jahr 2025 bereits bis zu 14 Prozent.

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Eine Umfrage unter den deutschen Herstellern von Wärmedämmungen, Fenstern und Wärmepumpen zeige, dass die Kapazitätsauslastung mit 88 Prozent im Jahr 2019 und 94 Prozent im ersten Halbjahr 2022 konstant hoch sei. "Eine Steigerung von energetischen Sanierungen ist daher nur möglich, wenn auch Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten für Baumaterialien und im Bausektor erfolgen", so das DIW. Diese Investitionen sind aber bisher begrenzt - auch wegen anhaltender Unsicherheit über die staatliche Förderung dieser Programme.

Die öffentliche Aufmerksamkeit und die politische Unterstützung für Wärmepumpen im vergangenen Jahr hätten hingegen viele Unternehmen dazu gebracht, zusätzliche Investitionen in deren Herstellung in Betracht zu ziehen. Einige Unternehmen hätten sogar eine Verdreifachung ihrer Kapazitäten bis 2025 angekündigt. "Einen ähnlichen Anschub könnten die Unternehmen auch gebrauchen, um Investitionen in zusätzliche Kapazitäten für energetische Gebäudesanierungen freizusetzen", forderte das DIW.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

March 13, 2023 06:20 ET (10:20 GMT)

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