Drohnen-Vorfall: Auch Nordländer verurteilen russische Drohungen


TALLINN (dpa-AFX) - Die Außenminister der nordischen und baltischen Staaten haben in einer gemeinsamen Erklärung "Russlands offensichtliche Desinformationskampagne und Falschbehauptungen" entschieden zurückgewiesen. Moskau hatte zuvor unbelegte Vorwürfe gegen die EU- und Nato-Mitglieder Estland, Lettland und Litauen erhoben, ukrainische Drohnenangriffe zu unterstützen und ihren Luftraum und ihr Staatsgebiet dafür zur Verfügung zu stellen.

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"Russland versucht, von seinem völkerrechtswidrigen Krieg abzulenken und Nato-Verbündete einzuschüchtern. Dies wird nicht gelingen und muss unverzüglich aufhören", schrieben die Chefdiplomaten der sogenannten NB8-Staaten. Zu der Staatengruppe gehören Schweden, Finnland, Norwegen, Island, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen.

Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen gegeben. Bei Angriffen sind mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten und auch Finnlands eingedrungen und teils abgestürzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Moskau hatte daraufhin seine unbelegten Behauptungen erhoben - und zuletzt auch Drohungen gegen Lettland ausgesprochen.

Scharfe Verurteilung von russischen Drohungen

In der Erklärung verurteilten die Außenminister die russischen Drohungen aufs Schärfste und betonten, dass Vorfälle mit Drohnen, die in den Nato-Luftraum eindringen, eine direkte Folge von Russlands Krieg seien. Die Ukraine habe das legitime Recht, sich zu verteidigen und NB8-Staaten würden sie weiterhin politisch, militärisch und finanziell unterstützen, hieß in der Mitteilung.

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Die nordischen und baltischen Staaten zählen zu den größten Unterstützern der Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. Fünf der acht Länder grenzen an Russland./awe/DP/he

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