Durchwachsene Zahlen

IonQ-Aktie im Minus: Ausweitung der Verluste lässt Anleger fliehen


IonQ-Aktie im Minus: Ausweitung der Verluste lässt Anleger fliehen

Der Quantencomputerkonzern IonQ hat mit seinen durchwachsenen Viertquartalszahlen für Enttäuschung gesorgt.

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• IonQ meldet Ausweitung der Verluste
• Erlöse überzeugen
• Optimismus trotz Rückschlägen

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Massive Verluste aber überzeugende Erlöse

Im vierten Geschäftsquartal 2024 hat IonQ unter dem Strich einen massiven Verlust von 0,93 US-Dollar je Aktie eingefahren. Das war deutlich mehr als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als je Aktie noch ein Minus von 0,20 US-Dollar in den Büchern gestanden hatte. Analysten hatten zwar mit einer Ausweitung der Verluste gerechnet, der Marktkonsens war aber von einem EPS von -0,23 US-Dollar ausgegangen - diese Erwartungen hat IonQ um Längen verfehlt. Unter dem Strich fehlten 201,99 Millionen US-Dollar in den Kassen.

Auf Umsatzseite lief es unterdessen besser als erwartet: Die Erlöse lagen mit 11,71 Millionen US-Dollar deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (6,11 Millionen US-Dollar) und auch über den Analystenschätzungen, die bei 10,6 Millionen US-Dollar gelegen hatten.

Im Gesamtjahr lag das EPS bei -1,56 US-Dollar nach -0,78 US-Dollar im Jahr zuvor. Der Nettoverlust summierte sich auf 331,65 Millionen US-Dollar. Der Umsatz konnte unterdessen von 22,04 Millionen US-Dollar auf 43,07 Millionen US-Dollar verbessert werden.

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CEO dennoch optimistisch

"2024 war das bisher beste Jahr für IonQ. Wir haben die oberen Grenzen unserer Buchungs- und Umsatzprognosen übertroffen und wirklich bedeutende technische Fortschritte gemacht", bewertete Peter Chapman, Executive Chair von IonQ, die Zahlen seines Unternehmens positiv. "Zu Beginn des Jahres 2025 verfügt IonQ über eine starke Pipeline, die es uns unserer Meinung nach ermöglichen wird, im Zeitalter kommerzieller Vorteile führend zu sein. Im vergangenen Jahr hat unser schnell wachsender Geschäftsbereich Quantennetzwerke drei große Netzwerkverträge abgeschlossen. McKinsey geht davon aus, dass die Quantennetzwerkbranche innerhalb des nächsten Jahrzehnts einen Wert von 10 bis 15 Milliarden US-Dollar pro Jahr erreichen wird", bemerkte Chapman.

Zukauf voraus

Am Vortag hatte Bloomberg berichtet, dass IonQ die Übernahme von ID Quantique plant, einem Unternehmen, das sich selbst als Spezialist für quantensichere Netzwerkverschlüsselung bezeichnet. Man sei in fortgeschrittenen Verhandlungen. Diese Pläne bestätigte IonQ im Rahmen der Berichtsvorlage: "Unsere Transaktion zur Übernahme der Kontrolle über ID Quantique erweitert IonQs führende Position im Netzwerkbereich sowie unsere Kontrolle über mehr als 400 erteilte und angemeldete Netzwerkpatente", fuhr Chapman fort. "Darüber hinaus demonstrieren der ID Quantique-Deal, die kürzlich erfolgte Eröffnung unseres neuen Rechenzentrums in der Schweiz und die Geschäftstätigkeit in Südkorea, dem Nahen Osten und Nordamerika IonQs erweiterte Führungsposition in der globalen Quantenindustrie", so der Firmenchef weiter.

Die IonQ-Aktie bricht am Donnerstag an der NYSE zeitweise um 12,93 Prozent auf 26,06 US-Dollar ein.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Immersion Imagery / Shutterstock.com

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